Wer sich gestern seine Nachrichten aus dem Internet besorgt hat, oder vielleicht sogar die Tagesschau um 20 Uhr gesehen hat, kennt dieses Video hier in dem zu sehen ist wie irakische Zivilisten von der US-Armee getötet werden. Den, meines Erachtens, besten Text dazu liefert Netzwertig.com. Vorrangig geht es um die Rolle der Medien und des Journalismus an sich, der in in solchen beispielhaften Fällen grandios versagt. Was im speziellen für die USA gilt, lässt sich im allgemeinen leider auch auf Deutschland übertragen. Ich erinnere nur an diese eine Pressekonferenz vom letzten Jahr.
Hervorheben will Ich vor allem den letzten Absatz, der deutlich macht um was es derzeit eigentlich geht:
Angesichts dieser Konkurrenz müssten sich die Verleger eigentlich in einer beispiellosen Schlacht um die heissesten und kritischsten Geschichten befinden, Unzahlen von investigativen Journalisten beschäftigen und dem Publikum mit aller Macht verdeutlichen wollen, dass sie eine Aufgabe wahrnehmen, ohne die auch in einer Demokratie die Willkür zu herrschen beginnt.
Stattdessen verklagen sie Google wegen verletzten Copyrights.
(Quelle, Netzwertig.com)
Nun darf man sich natürlich fragen welche Auswirkungen haben wird, wenn so eine “popelige” – genau das ist sie nämlich nicht – Internetseite wie Wikileaks heikle und sensible Informationen an die Öffentlichkeit bringt. Das war eigentlich mal Aufgabe der Journalisten. Das führt zumindest mich zu der Frage: Macht der Kapitalismus den unabhängigen Journalismus kaputt? Immer mehr Quotendruck, sinkende Auflagen, stupide Meinungsmache um in höchster Verzweiflung wenigstens durch idiotische Klick-, und Bilderstrecken Aufmerksamkeit (=Klicks) zu erhaschen um die eigene Statistik zu fälschen. Das muss jeder erkennen, der nicht mit zwei Kartoffeln auf den Augen durch die Welt geht.
Es wird Zeit, dass sich was dreht. Hoffentlich nicht nur das iPad.
Beim Oeffinger Freidenker ist eine Serie gestartet, die die Geschichte Amerikas ein wenig genauer durchleuchtet. Der erste Artikel beschreibt die Gründungszeit ziemlich ausführlich, der zweite geht genauer auf das Wahlsystem ein. Ich kann jedem die beiden Artiekl nur empfehlen. Mehr als lesenswert, wenn man begreifen möchte warum die USA das sind was sie sind.
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