Warum ich darüber schreibe? Nun, ich war und bin an der Sache selbst beteiligt und habe gerade sehr viel Spass daran dabei mit zu helfen die Jusos in Stuttgart ins Netz zu bringen. Vor über einem Jahr hatte ich im Rahmen meiner “Netzschau” beleuchtet was die Jugendorganisationen der verschiedenen Parteien in Stuttgart so im Netz treiben. Den eigenen Verein habe ich da nicht außen vor gelassen, und ebenso beleuchtet wie z.B. die JuLis, die Grüne Jugend oder auch die JU. Seitdem hat sich viel getan. Im letzten Jahr haben wir uns auf Twitter und Facebook konzentriert und fahren damit bisher sehr erfolgreich. Die Baustellen waren also schon da, und doch fehlten die Straßen um dieses Neubaugebiet komplett zu erschließen. Das neue Kernstück unseres Online Auftritts ist jusos-stuttgart.de. Was vorher eine ziemlich leblose statische HTML Wüste war bildet jetzt den Knotenpunkt an dem unser Output zusammenläuft.
Worauf ich aber am meisten Stolz bin, ist unser Blog. Dort schreibe ich auch ab und an, aber eben nicht alleine. Weg von langweiligen Pressemitteilungen die sowieso nur in seltenen Fällen abgedruckt werden und trockener zu lesen sind als Knäckebrot in der Sahara, hin zu ehrlichen und authentischen Beiträgen von Leuten die bei den Jusos und in der SPD Politik machen. Das bringt eine ordentliche Bandbreite und Vielfalt an Themen auf unsere Webseite, die bisher nur auf unseren Versammlungen zu spüren war. Die Resonanz auf die neue Seite war bisher ausgesprochen gut. Seit der Vorstellung sind zwar noch keine drei Tage vergangen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Frequenz der Veröffentlichungen momentan noch sehr hoch ist. Es wird gebloggt und kommentiert was das Zeug hält. Ich bin gespannt ob wir das auch über einen längeren Zeitraum schaffen. Wenn das gelingt können wir mehr als zufrieden sein. Feedback ist natürlich erwünscht und immer gern gesehen!
Den genauen Wortlaut dieser Strategie kann man auch in unserem Arbeitsprogramm nachlesen. Hier der entsprechende Auszug:
Online-Strategie
Wir Jusos wollen das Internet, seine Dienste und Technologie nutzen. Das passiert schon jetzt auf vielen verschiedenen Ebenen. Es existieren bereits viele private Profile auf Facebook, Twitter, oder auf flickr, die genutzt werden, um unsere Politik und unsere Meinung öffentlich darzustellen. Im letzten Jahr haben wir, die Jusos Stuttgart, schon in viele Dinge hineingeschnuppert, die es nun logisch und sinnvoll zu vernetzen gilt.
1. Auftritt im Internet
Es wird einen kompletten Relaunch unseres offiziellen Internetauftritts »jusos-stuttgart.de« geben. Die Webseite wird nicht nur einem Facelifting unterzogen, sondern komplett neu aufgebaut. Diese Webseite wird die zentrale Anlaufstelle für uns, unsere Wähler, Freunde, Bekannten, Interessenten und auch unsere politischen Gegner sein, um zu informieren, aktuell zu bleiben und zu diskutieren! Wir schaffen nicht nur eine einfache Webseite, sondern eine Kommunikationsplattform im Internet, zu der jeder eingeladen ist, um mit uns Kontakt aufzunehmen.
Die bereits vorhandenen Profile und Accounts, beispielsweise unser Twitter-Account »@jusos0711« oder die Fan-Seite auf Facebook, werden aktiv in die Webseite eingebunden. Das bringt uns eine neue Dynamik im Web, die wir bisher nicht hatten. Das setzt aber auch ein gewisses Mindestmaß an Aktualität und Qualität der Inhalte voraus. Dazu mehr unter Punkt 3 »Content Management«.2. Social Media
»Social Media« nutzen wir bereits in vielerlei Hinsicht. Teils bewusst und teils sogar unbewusst. Aber was bedeutet »Social Media« eigentlich? Allgemein formuliert ist das ein Sammelbegriff für all die Webseiten und Plattformen, die es den Nutzern erlauben zu interagieren und sich zu vernetzen. Soziale Netzwerke (Facebbok, studiVZ o. Ä.), Foto-Communities (flickr, photobucket o. Ä.), und Wikis (Online-Enyklopädien wie Wikipedia) oder auch Weblogs sind nur einige Beispiele.
Wir wollen unsere Aktivitäten auf diesen Plattformen weiter nutzen, ausbauen und vernetzen. Eine Bestandsaufnahme zeigt, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind.
Twitter Seit dem Frühjahr 2009 twittern wir unter »@jusos0711«. Dort haben wir bisher knapp 200 Kurznachrichten abgesetzt und 374 Follower, die unsere Nachrichten abonnierten.
Facebook Wir haben eine eigene Gruppe und eine Fan-Seite mit knapp 175 Fans, die uns dort un¬terstützen. Die Statusupdates, die dort veröffentlicht werden, kommen direkt aus Twitter oder werden manuell über Facebook veröffentlicht.
Party-links.com Auf dieser Seite landen unsere Fotoaktionen und Bilder der Kneipentouren, die wir veranstalten. Die Bilder werden auf flickr gehostet und auf der Webseite dargestellt. Besucher haben die Möglichkeit, dort ihre Fotos anzuschauen und uns Kommentare zu schreiben.
Flickr In der Fotocommunity flickr haben wir ebenfalls einen eigenen Account und eine Gruppe eingerichtet, in der unsere Bilder zusammengefasst werden. Eine Einbindung von Bildern privater Accounts ist möglich und ausdrücklich gewünscht.Eine Erweiterung zu den bestehenden Tools, die wir nutzen, wird ein Online-Kalender sein, um Ter¬mine über unsere Webseite automatisch zu veröffentlichen. Außerdem werden wir einen Blog ein¬richten, in dem wir unsere Themen und Inhalte veröffentlichen.
Natürlich bleiben wir an dieser Stelle nicht stehen, sondern beobachten das Netz ganz genau, wo interessante Angebote entstehen, die wir für uns nutzen können und wollen.3. Content Management
Inhalte wollen nicht nur erstellt, sondern auch organisiert, archiviert und veröffentlicht werden. Die technische Grundlage für die Webseite wird durch das Content-Management-System Wordpress realisiert. Das ist die gängigste Software, um beispielweise Weblogs zu betreiben und auf simple Art und Weise Inhalte im Internet zu veröffentlichen.
Nun gibt es eine Menge an Diensten, die bedient und gefüttert werden wollen. Das kann und soll kein einzelner alleine tun. Deshalb wollen wir eine Online-Redaktion bilden, die dafür entsprechend geschult wird. Im Frühjahr 2010 ist daher ein Workshop geplant, der den technischen und inhaltli-chen Umgang unseres Internetangebotes schulen wird.
[...]
Das ist die Forderung die gestern die SPD Stuttgart auf ihrer Kreiskonferenz beschlossen hat. Der Antrag wurde von den Jusos erarbeitet und ich hatte das Vergnügen den Antrag mit einer winzig kleinen Rede einzubringen. Lief soweit ganz gut, obwohl ich ziemlich nervös war, als ich dann dort oben hinterm Mikrofon stand. War immerhin das erste Mal.
Viel wichtiger ist jetzt aber, dass die SPD Fraktion im Gemeinderat diesen Beschluss nun auch ernst nimmt und voran treibt. Anhand der aktuellen Machtverhältnisse ist das natürlich nicht einfach. Man darf also hoffen, dass wenigstens die Grünen, und vielleicht sogar die FDP ebenfalls Gefallen an diesem Projekt finden.
Den WLAN-Antrag der Jusos-Stuttgart habe ich hier online gestellt, zum nachlesen. In der Zip-Datei liegt der Text als .doc vor. Auf meinem Netbook fehlt mir unter Windows 7 noch die entsprechende Software um PDFs zu erstellen. Man möge es mir verzeihen.
Ich muss mich mal kurz auskotzen. Geht auch ganz schnell. Ist es nicht unglaublich wie unbelehrbar, ignorant und borniert diese Landeier sind, wenn sie die Großstadt unsicher (das meine ich wirklich so!) machen? Auf der Rolltreppe am Bahnhof hat man verdammt nochmal rechts zu stehen, um links die Leute vorbei zu lassen, die es eilig haben. Ungeschriebenes Gesetz. Heute stand so eine blöde Dorfschnepfe vor mir, und hat es partout nicht kapieren wollen, weshalb sie auf einer Strecke von 30 Metern Rolltreppe 5mal Platz machen musste. Jedes Mal ein dummes Gesicht dazu, und wieder stellt man sich links hin. Großstadtführerschein heisst das Zauberwort.
Und egal ob S-Bahn, Regio, oder ICE. Es gibt immer Leute die sich, kaum dass sich die Türen einen Spalt geöffnet haben, gleich sofort reinpressen wollen. Da kommt mir regelmäßig die Galle hoch. Liebe Leut’, seid ihr so bescheuert?
Verzeiht für dieses Stuttgart-Blog-Niveau, aber das musste raus. Danke.
Die Prognose hatte also doch Recht. Nach der ersten Auszählung der unveränderten Stimmzettel zur Stuttgarter Gemeinderatswahl durfte man doch noch Zweifel haben, ob die Grünen hier wirklich die Sensation vollbringen. Letztlich haben sie das auch. Und das finde ich toll. Die Stuttgarter Zeitung titelte heute online schon “Die Ratsmehrheit liegt künftig links von der Mitte”. Mit insgesamt 31 Stimmen für das – vermeintlich – linke Lager, bestehend aus Grünen, SPD, Linken, und SÖS, könnte sich politisch in Stuttgart tatsächlich mal etwas bewegen. Aber warum schreibe ich “vermeintlich”? Der Knackpunkt ist hier, meiner Meinung nach, die SPD. Allein in der Frage um das Großprojekt Stuttgart 21 wird man hier vermutlich nicht auf die Sozialdemokraten zählen können. Das folgende Zitat von Manfred Kanzleiter, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, spricht Bände:
Für den SPD-Chef Manfred Kanzleiter ist das Ergebnis ebenfalls enttäuschend. Die gute Arbeit der Fraktion spiegle sich nicht ausreichend wider. Die SPD sei “Opfer der populistischen Vorgehensweise der Stuttgart-21-Gegner” geworden, dabei hätten auch prominente SPD-Mitglieder, etwa Peter Conradi, eine erhebliche Rolle gespielt.
(Quelle, Stuttgarter Zeitung)
Zum einen sieht man sehr deutlich, dass Stuttgart 21 auch in der eigenen Partei keineswegs unumstritten ist. Zum anderen wird gleich wieder gegen andersdenkende Genossen und mögliche Mitstreiter, beispielsweise beim Thema Wasserversorgung, gepoltert. Anstatt dessen sollten sich die entsprechenden Gremien lieber Gedanken machen, wie man sich nun in Zukunft inhaltlich aufstellen mag. Dieses Wahlergebnis ist für die S21 Befürworter in der Partei nichts anderes als ein Schlag ins Gesicht, und gleichzeitig der Weckruf zum Umdenken. Es ist an der Zeit sich endlich von der CDU zu distanzieren.
Zum Ergebnis der SPD brauch man wohl nicht viel zu sagen. Der doch sehr engagierte Wahlkampf hat nicht gezündet. Mit gut 20% ist ein ähnlich mieses Ergebnis eingefahren worden wie bei der letzten Europawahl 2004. Man hat sogar noch ein bischen verloren. Die CDU scheint ein ähnliches Problem zu haben was die Mobilisierung der eigenen Wähler angeht. Nur eben nicht so krass wie die Sozialdemokraten. Es scheint immer noch die Agenda Politik zu sein, die den Menschen in Deutschland schwer im Magen liegt. Das vermute ich zumindest einmal. Aber wie habe ich das gestern in einem Tweet gelesen: “Die Menschen bekommt die Regierung die es verdient.” Die Stärkung der konservativen Kräfte in Europa halte ich für falsch. Man wird sehen was man davon hat.
Das eigentlich überraschende Ergebnis von gestern Abend war aber nicht das für die Europawahl, sondern die Kommunalwahl in Stuttgart. Die Grünen sind nun tatsächlich stärkste Kraft im Gemeinderat. Mit zirka 27%, die genauen Ergebnisse wird es wohl morgen Abend geben. Hat man die CDU ganz knapp abgehängt. Eindeutiger Verlierer war auch hier die SPD mit einem Verlust von ungefähr 7,6% die sich mit 15,5% nun in einer ziemlich untergeordneten Rolle wiederfinden. Ich hoffe nur, dass einige unserer jungen Kandidaten den Sprung in den Gemeinderat geschafft haben. Aber auch hierzu werden wir erst morgen genaue Ergebnisse haben. Die ersten Statements der Spitzenkandidaten sind gestern auch gleich bei Twitter veröffentlich worden. Ute Vogt wird mit folgendem Satz zitiert: “Bin überrascht, dass S21 so beherrschend war.” Ganz ehrlich? Ich nicht. Dass sich die SPD in Stuttgart, wie es die FDP ja sonst auch üblicherweise macht, in der Sache S21 als erweiterter Rockzipfel der CDU erwiesen hat ist nicht nur mir aufgefallen. Das eigentliche Wahlkampfthema der Sozis in Stuttgart war ja an und für sich der Rückkauf der Wasserversorgung von der EnBW. Dass sich das aber mit den Grünen genauso machen lässt, und man sich gleich noch gegen S21 ausspricht, das hat man wohl nicht bedacht. Selber Schuld.
Den Stuttgarter Grünen gratuliere ich trotzdem sehr herzlich zu dem gestrigen Erfolg! Und nun macht was draus!
Hinweis: Die oben verwendete Grafik stammt vom User wegschaffel, aus dem Stuttgart Blog.
Per E-Mail habe ich eben eine Information des Statistischen Amtes der Stadt Stuttgart erhalten, dass für den Wahlsonntag am 7.6.2009 noch Helfer zur Wählerbefragung gesucht werden. Wo man sich bei Interesse melden kann, steht in dieser PDF Datei. Vergütet wird das Engagement natürlich auch.
Die Nachwehen des Amoklaufs an der Winnender Albertville Realschule klingen immer noch nach. Zusammen mit einer Veranstaltung der Electronic Sports League, kurz: ESL, sollte in der Stuttgarter Liederhalle die ElternLAN stattfinden. Eine Veranstaltung in der es darum geht erwachsenen Menschen einmal zu zeigen womit sich die lieben Kleinen denn die Zeit vertreiben. Es geht um Counterstrike, Warcraft III, und Co.
Speziell Counterstrike wird ja immer sehr gerne an den Pranger gestellt und als Sündenbock missbraucht. Dass sich dieses Spiel aber nun schon seit guten 10 Jahren an der Spitze des internationalen eSport etabliert hat und auch einige wenige mittlerweile von diesem Sport leben können wird gerne ignoriert.
Nun stellt sich also die Stadt Stuttgart quer und verbietet die ElternLAN. Eine Veranstaltung zur Förderung der Medienkompetenz der Eltern. Man sollte doch eigentlich meinen, dass das etwas Gutes sei. Das Verbot zeigt mir wieder einmal wie sehr man doch eigentlich eine Gemeinderats-LAN, oder eine Bürgermeister-LAN bräuchte. CDU und SPD gegeneinander im 5on5 auf de_dust. Das ist doch durchaus ein witziger Gedanke.
Nicht ganz so witzig ist allerdings die Tatsache, dass hier wieder einmal mehr mit Verboten hantiert wird, als sich mit tatsächlichen Ursachen auseinanderzusetzen. Ein Mißstand der schleunigst geändert werden sollte. Unser Bildungs- und Schulsystem für solche Taten mitverantwortlich zu machen scheint in der Meinungsfindung deutlich unpopulärer.
Die ElternLAN gibt es übrigens in mehreren Städten. Weiter Informationen findet man bei spielbar.de.
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Dieser Artikel ist ebenfalls in den vorwärts Blogs erschienen.
In Baden Württemberg finden am 7.6. parallel zur Europawahl auch Kommunalwahlen statt. Nun hat die Stuttgarter SPD heute offiziell ihren Wahlkampf gestartet. Alles unter dem Claim “Wir sind besser.”. Um 11 Uhr fand heute morgen eine Pressekonferenz im Rathaus statt, wo die Kampagne das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Zeitgleich ist die dazugehörige Kampagnenseite unter dem gleichen Titel online gegangen: www.wir-sind-besser.de. Die Farbgebung orientiert sich stark an dem neuen Bundeslayout, dass spd.de schon vorgibt. Himmelblau mit rotem Würfel.
Bisher ja alles ganz nett. Aber die eigentlichen Stärken der Seite erkennt man erst auf den zweiten Blick. Es gibt eine eigene Gruppe auf flickr die in die Seite mit einbezogen wird, es wird getwittert, und man hat die Möglichkeit auf einer Unterstützerseite sein persönliches Bekenntnis zur Sozialdemokratie in Stuttgart abzugeben. Zu den Bildern auf flickr sei noch angemerkt, dass diese unter einer Creative Commons Lizenz hochgeladen wurden. Das ist, soweit ich das beurteilen kann, ein Novum. Die Artikel lassen sich bequem per RSS abonnieren und, aufgemerkt, auch kommentieren! Ich habe mich jetzt zwar nur ein wenig oberflächlich mit der Seite beschäftigt, aber der erste Eindruck ist wirklich mehr als gut. Für den Kommunalwahlkampf im Internet ist das wirklich ein sehr ordentlicher Start. Man darf gespannt sein, was sich die anderen Parteien für das Internet einfallen lassen.
Die Veranstalter des HipHop Open, eines der größten Musikfestivals Deutschlands, haben unlängst bekannt gegeben das Festival nicht mehr in Stuttgart stattfinden zu lassen. Es sind nicht etwa wirtschaftliche Probleme, oder das Reitstadion in dem das Festival bisher immer stattgefunden hat, die Stuttgart nun um ein kulturelles Großereignis ärmer machen. Es ist schlicht und einfach die Polizei. Natürlich ist es üblich, dass es Kontrollen bei Großveranstaltungen gibt. Auch das HipHop Open ist kein rechtsfreier Raum, logisch. Gegen Kontrollen ist also per se nichts einzuwenden. Nun gab es in den letzten Jahren allerdings immer heftigere Probleme mit den Stuttgarter Gesetzeshütern. Welche Vorfälle es genau gab, darüber schweigt man sich aus. Zumindest ist in den gängigen Medien darüber nichts zu erfahren. Man kann sich aber wohl denken, dass schon einiges passiert sein muss, dass so ein Schritt seitens der Veranstalter gegangen wird. Auch wenn meine letzten Besuche beim HipHop Open mittlerweile sehr lange her sind, und mich die Musik nicht mehr wirklich interessiert, es hat immer sehr viel Spass gemacht und ich kann mich auch an keine größeren Probleme erinnern.
Auf MTV.de ist diesbezüglich eine Stellungnahme veröffentlicht worden:
Festivalleiter Johannes Graf Strachwitz: “Das ist uns alles nicht leicht gefallen. Mit schwerem Herzen haben wir uns gegen unsere Heimatstadt und für unser Publikum entschieden. Es wäre jetzt falsch zu sagen, dass es nur an der Polizei lag, aber die Künstler sollen sich wohl fühlen bei uns und unser Publikum soll sich wohl fühlen, weil nur dann haben wir ein gutes Festival und das macht uns die Polizei kaputt. Da werden willkürlich Leute kontrolliert und schikaniert. Ich meine, bis auf die Sido/Azad-Sache gab es da noch nie eine Schlägerei. Das ist wirklich alles super friedlich und entspannt und trotzdem finden da übertriebene Kontrollen statt. Das finden wir schade und deshalb gehen wir weg.”
(Quelle: MTV.de)
Die Stadt Stuttgart stellt sich mit damit wieder einmal ein Armutszeugnis aus. Man kann sich auch absichtlich uninteressanter machen, als man es sowieso schon ist. Damit stirbt nun wirklich der letzte Rest von dem, das Stuttgart einmal zu einer der deutschen Hauptstädte des HipHop gemacht hat. Die HipHop Open werden wohl nun in einer anderen Stadt eine neue Heimat finden.
In dieser Artikelserie versuche ich einmal die politischen Aktivitäten der Parteijugenden, die in Stuttgart aktiv sind, ein wenig zu durchleuchten. Wer ist im Netz voll dabei, wer hat die Trends verschlafen, und wo gibt es Nachholbedarf? Der Ausgangspunkt meiner Recherchen ist jeweils die offizielle Webseite der jeweiligen Organisation. Der zweite Ansatz findet sich in den sozialen Netzen. Facebook, studiVZ/meinVZ, etc.. Interessant wird auch sein, wer sich mit Twitter auseinandergesetzt hat, und wie dieser neue Kommunikationskanal verstanden und benutzt wird. Bewertet wird das Gesamterscheinungsbild, und wie stark sich die Kreisverbände nach außen hin mit den Ortsvereinen, bzw. Arbeitsgemeinschaften, vernetzt haben.
5. Die Jungen Liberalen
Zu guter letzt betrachten wir einmal die Jungen Liberalen aus Stuttgart. Unter julis-stuttgart.de wird man nach einer kurzen Googlesuche fündig und bekommt Informationen darüber wo man als junger Liberaler eine politische Heimat findet. Die Webseite ist ordentlich in den typischen Farben Gelb und Blau gehalten, Navigation links, Inhalt in der Mitte, rechts Termine und Pressemitteilungen. Ein großes Plus ist die ordentliche Strukturierung der Seite. Wenn man sich einmal durchklickt, findet man ohne Umwege das was man auch haben möchte in ausführlicher Form. Genau das ist allerdings auch ein Minus. Denn auf der Startseite selbst findet man nicht sonderlich viele Informationen. Es gibt, außer den doch sehr spärlichen Pressemitteilungen, keine eigenen Artikel. Auf den ersten Blick scheinen die JuLis in Stuttgart nicht sonderlich aktiv zu sein. Man bezieht zwar eine klare inhaltliche Position, aber was sich letztendlich wirklich bewegt sieht man nicht.
Auch findet man keine Hinweise darauf, dass man an anderer Stelle im Netz aktiv ist. Ob es nun eigene Blogs seien, Partizipation bei Diensten wie flickr, youtube, oder Twitter. Hier sieht es mau aus. Suchanfragen bei eben jenen Diensten laufen ebenfalls ins Leere. In facebook, das in politischer Hinsicht zunehmend an Bedeutung gewinnt, wird man ebenfalls nicht fündig. Das gleiche Bild bietet sich in studiVZ/meinVZ. Es ist keinerlei Aktivität in beiden sozialen Netzwerken feststellbar. Dass das nicht bei allen Ortsgruppen der jungen Liberalen so ist, findet man ziemlich leicht heraus. Hier sind die Stuttgarter eindeutig hinten dran.
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Die Artikel dieser Reihe findet man mit dem Tag Netzschau-Stuttgart.
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