Folgendes Video habe ich eben bei Malte Welding gefunden. Man sieht Demonstranten die in London friedlich gegen den G20 Gipfel protestieren, ihre Arme in die Luft strecken und “This is not a riot” rufen. Zu Deutsch: Das hier ist kein Aufstand. Und was macht die Polizei? Knüppelt wild drauf los. Na danke.
(via Malte Welding)
Unter dem Titel Im Schatten der Akropolis findet man in diesen Tagen sehr ausführliche und gut dokumentierte Berichte rund um die Geschehnisse in Athen. Vor gut einer Woche wurde der 15-jährige Alexis von einem Querschläger tödlich verletzt. Nur eine Sache, die das Fass in Griechenland zum überlaufen gebracht hat. Den Artikel “Die wahren Gründe der Ausschreitung” möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben. Ich zitiere:
Die letzten Tage liefen im griechischen Fernsehen unter dem Titel „Chaos in Griechenland“. In vielen Berichten der internationalen Medien heißt es, die Proteste und Krawalle gehen von Studenten aus. Das Problem ist viel größer, mit der Tötung des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos ist in diesem Land eine Blase an aufgestauter Wut und Unzufriedenheit über ein System explodiert, das vielleicht nie als wirkliche Demokratie funktionierte. Es sind nicht nur Studenten, die zu Steinen und Molotowcocktails greifen. Nach den Eindrücken der letzten Tage und vielen Gesprächen mit Griechen kristallisiert sich heraus, dass hinter den Krawallen weitaus mehr steckt als nur die reine Wut auf die Polizei. Es geht sehr viel tiefer. Es geht um ein Volk, welches zum Großteil nicht hinter seinen führenden Politikern steht. Und eine politische Elite, die sich anscheinend stärker für Selbstbereicherung interessiert, als die wachsenden Probleme der Gesellschaft wahrzunehmen.
Danke an Daniel Mouratidis von den Grünen, der mich via Twitter auf diesen Blog aufmerksam gemacht hat.
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