Mittlerweile ist mein zweiter Artikel auf vorwaerts.de erschienen. Ein kurzer Bericht über den Workshop “Schäuble bei mir zu Hause? Is’ nicht!”.
Die Podiumsdiskussion war außerordentlich interessant, und in meinem Notizblock sind ganze vier Seiten für Notizen draufgegangen über die ich in mindestens 10 einzelne Artikeln bloggen könnte. Sehr ausufernd das alles. Fotos werden noch nachgereicht. Ist gerade ziemlich viel los, und wir wollen noch einiges an Inhalten produzieren. Aber immerhin darf ich Euch schon das erste Video von der Linkswende09 präsentieren.
Der ehemalige Sprecher der Jusos Stuttgart, Igor Gilitschenski, will bei der Fragerunde im Schäuble-Workshop wissen ob das Bankengeheimnis in Deutschland die Aufklärung von Kriminalität behindert.
Anlässlich des zur Zeit in Berlin stattfindenden Kongresses “Linkswende09″ ist ein Interview mit der Bundesvorsitzenden der Jusos, Franziska Drohsel, geführt worden:
vorwärts.de: Franziska, sicher bist Du ziemlich gut gelaunt ins neue Jahr gestartet, oder?
Franziska Drohsel: Ja, das Jahr wird spannend und ich bin sicher, dass es für die Sozialdemokratie gut laufen wird.Zumal sogar die CDU noch zum Jahresende Verstaatlichungen gefordert hat und sie bei der Commerzbank sogar zum Teil schon Umgesetzt wurde.
Die politischen Parameter haben sich durch die Wirtschaftskrise verschoben. Vor ein paar Monaten wäre es undenkbar gewesen, dass eine Bank teilverstaatlicht wird. Was die Jusos in den 70er Jahren gefordert haben, wird jetzt Realität. Die Möglichkeit, linke Politik durchzusetzen, hat sich verbessert. Das müssen wir nutzen.
Das komplette Interview findet man bei vorwaerts.de.
Hier einige Eindrücke der gestrigen Podiumsdiskussion zum Auftakt der Linkswende09 in Berlin. Auf vorwaerts.de findet man im Übrigen schon den ersten Blogeintrag von Jens Vogel, der ebenfalls fleißig twittert.
Nach knappen acht Stunden Busfahrt ist die Stuttgarter Juso Delegation bei der Linkswende09 angekommen. Munter und wohlauf. Nun sitzen hier im Audimax der Humboldt Universität zirka 800 junge Menschen die sich für eine linke Politik der Zukunft stark machen wollen. Franziska Drohsel ist soeben mit ihrer Begrüßungsrede fertig geworden, und gerade beginnt die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Peter Bofinger, Dr. Gero Neugebauer und eben jener Juso Bundesvorsitzenden. Das Thema lautet “Die gespaltene Gesellschaft”.
Soziale Ungleichheit hat vielfältige Facetten. Dabei geht es um die Frage, wie die Armuts- und Reichtumsentwicklung in Deutschland aussieht. Wie lebt es sich in Armut? Welche Ausgrenzungserscheinungen und -mechanismen sind zu beobachten und wie geht die Gesellschaft damit um?
Diskutieren wollen wir natürlich auch, wie man politisch gegen die wachsende soziale Polarisierung vorgehen kann und wie ein gutes Leben für alle aussieht.
Genau das schau ich mir jetzt an und mach den Laptop aus. Der Akku schwächelt. Bilder und noch mehr Berichte werden wohl im Laufe des morgigen Tages kommen.
Glück Auf!
In dieser Artikelserie versuche ich einmal die politischen Aktivitäten der Parteijugenden, die in Stuttgart aktiv sind, ein wenig zu durchleuchten. Wer ist im Netz voll dabei, wer hat die Trends verschlafen, und wo gibt es Nachholbedarf? Der Ausgangspunkt meiner Recherchen ist jeweils die offizielle Webseite der jeweiligen Organisation. Der zweite Ansatz findet sich in den sozialen Netzen. Facebook, studiVZ/meinVZ, etc.. Interessant wird auch sein, wer sich mit Twitter auseinandergesetzt hat, und wie dieser neue Kommunikationskanal verstanden und benutzt wird. Bewertet wird das Gesamterscheinungsbild, und wie stark sich die Kreisverbände nach außen hin mit den Ortsvereinen, bzw. Arbeitsgemeinschaften, vernetzt haben.
2. Die Jungsozialisten
Ausgangspunkt ist auch bei den Jungsozialisten aus Stuttgart eine einfache Googlesuche. Die Webseite der Jusos wird gleich als erster Treffer aufgelistet. Soweit, so gut. Nichts besonderes bis hierher. Die Besucher der Seite werden von einem kräftigem Rot empfangen, und bekommen auf der Eingangsseite eine einfache Newsübersicht. Das Layout selbst hat allerdings seine besten Tage schon hinter sich, und den Grafiken ist anzumerken, dass sich da jemand beim Komprimieren mit MS Paint versucht hat. Die Navigation auf der linken, weiterführende Links zu Aktionen und Arbeitsgemeinschaften vor Ort auf der rechten Seite, mit dem Inhalt in der Mitte. So sahen Webseiten gestern aus.
Aber was tut sich inhaltlich? Wie bereits erwähnt hat man, mehr oder weniger aktuelle, Nachrichten im Überblick. Sehr seltsam auch, dass man bei einem Klick auf den Punkt “News” im linken Menü eine andere Ansicht erhält, als auf der Startseite, und dass so ziemlich alle Beiträge zwischen dem 11.8. und dem 15.12. fehlen. Die Abstände der Nachrichten variiert zwischen einem, und drei Artikeln pro Monat. Hier scheint sich nicht wirklich viel zu tun. An Kommentare ist auch nicht zu denken. Die aktuelle Webseite versinkt im Mittelmaß und ist, ähnlich der Internetpräsenz der JU Stuttgart, in keiner Weise zeitgemäß. Es braucht heute niemand mehr ein Gästebuch, Chats in Webseiten kann man mittlerweile besser und barrierefreier gestalten. Der Sprung in die moderne Internetwelt wurde, bis dato, verpasst.
Aber es finden sich auch positiv Aspekte. In der rechten Spalte findet man, wie erwähnt, ganz oben direkte Links zu den Seiten der Arbeitsgemeinschaften vor Ort und falls keine Vorhanden eine E-Mailadresse zur Kontaktaufnahme. Und wo sich Stuttgarts Jungsozialisten inhaltlich wiederfinden, deuten die Banner an und lässt sich ebenfalls nachlesen. Auch die Eigendarstellung, samt Informationen über den Kreisvorstand, lassen sich einfach finden. Jedes Vorstandsmitglied ist mit Namen, Bild, Funktion, und Kontaktdaten angegeben.
Die Webseite hinterlässt einen faden Beigeschmack. Eigentlich ist ja alles drin, was Interessierte finden müssen, man hat aber den Eindruck, dass sich nicht wirklich viel tut.
In den sozialen Netzen allerdings, sind die Jusos aus Stuttgart sehr wohl vertreten. In facebook findet sich eine eigene Gruppe, in der auch einige aktuelle Termine vermerkt sind. Ein ähnliches Bild bietet die Suche im studiVZ, bzw. meinVZ. Es gibt eine offizielle Gruppe “Jusos Region Stuttgart”, und einige kleinere nicht-offizielle Gruppen. Aktivität, bzw. Diskussionen findet man aber auch hier nur sehr wenige. Durch meine politische Nähe zu den Jusos will ich eigentlich auch garnicht mehr viel dazu sagen. Dass an einigen Stellen gearbeitet wird, weiß ich. Und, dass zum Wahlkampf auch online was passieren wird ist darf an dieser Stelle auch verraten werden.
Ebenso wie bei der JU Stuttgart ist auch bei den Jusos noch einiges zu tun, um dem Auftreten im Internet, als Kreisverband der Landeshauptstadt Stuttgart, auch nur annähernd gerecht zu werden. Die Entwicklung im Internet wurde hier anscheinend genauso verschlafen und nicht ernst genug genommen. Oder nicht richtig verstanden. Immerhin ist der ehemalige Sprecher des Kreisvorstandes, Igor Gilitschenski, seit kurzem auch in Twitter aktiv.
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Im nächsten Teil: Die Grüne Jugend Stuttgart. Die Artikel dieser Reihe findet man mit dem Tag Netzschau-Stuttgart.
Eigentlich hätte ich auch den alten Artikel bearbeiten können, aber dazu hatte ich eben keine Lust. Deshalb bekommt der neue Kreisvorstand der Jusos Stuttgart nochmal einen Eintrag hier spendiert. Anlass dazu ist, dass ich mittlerweile ein anständiges Foto dazu bekommen habe. Bitteschön, hier sind sie (von links nach rechts): Anne, Frank, Anna, Manuel, Daniel, Lena, Isabell, und Dejan.
So, oder so ähnlich kann es aussehen, wenn man den Miniplakat Generator der Hessen-Jusos mit eigenen Fotos füttert. Auf die Aktion bin ich via Twitter bei Christian gestoßen. Mit diesen Bildchen kann man dann im Prinzip machen was man will. Als Profilbild macht sich das eigentlich ganz gut finde ich. Das ist gut, das ist neu, das ist witzig, weiter so, Genossen!
Zum Miniplakate selber machen geht es hier entlang. Nicht über Los, und keine 4000€. Ihr kennt das ja.
Gestern traf sich der Kreisverband Stuttgart der Jungsozialisten zur Jahreshauptversammlung um den neuen Vorstand zu wählen, und das neue Arbeitsprogramm zu beschließen. Da unser bisheriger Sprecher Igor sein Amt niedergelegt hat, und Rebekka sich ebenfalls aus dem Kreisvorstand zurückzieht, galt es die beiden freien Stellen neu zu wählen. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an Anne, und Nicolas, die nahezu einstimmig gewählt worden sind. Gleichzeitig gilt mein persönlicher Dank aber auch Rebekka und Igor, die mir den Einstieg bei den Jusos mehr als erleichtert haben. Und das ist er, unser neuer Kreisvorstand (komisches Handyfoto von der Seite, aber hey, immerhin schon online!):

In Stuttgart gibt es 2009 auf jeden Fall genug zu tun für uns Jusos, und das wollen wir auch anpacken. Da spielt der Wahlkampf schon fast nur noch eine untergeordnete Rolle in dem was hier vor Ort bewegen möchten. Das fängt schon im Kleinen bei den AGn vor Ort in den einzelnen Stadtteilen an und endet in wahrscheinlich in scheinbar uferlosen Diskussionen über die missliche Lage des Reissackes der letzte Woche in Lampukistan in Schieflage geraten ist. Es wird eine Menge Spass, eine Menge Arbeit, und es ist ein gutes Gefühl dabei zu sein! Packen wirs an. Glück Auf!
Die Frage hat mich heute auf dem Heimweg beschäftigt. Vor allem deshalb weil mich Igor, Vorsitzender der Jusos Stuttgart, vor kurzem erst darauf angesprochen hat. Wie ich das denn so sähe, ich sei ja noch recht frisch dabei. Ziel soll ja sein jungen Menschen zu vermitteln, dass politisches Engagement Spaß macht, und man was erreichen kann. Aber auf die Art und Weise kommt es an. Mit langatmigen Diskussionen um die Leiden der Welt kommt man, meiner Meinung nach, nicht weiter. Sowas schreckt sehr viele einfach ab. Ich halte politisches Engagement in jungen Jahren für außerordentlich wichtig – und beiße mir dabei selbst in den Hintern, dass ich den Schritt nicht schon sehr viel eher getan habe.
Einen sehr interessanten Denkansatz hat uns da Luisa am letzten Wochenende beim Wahlkampfseminar gegeben. In ihrem Vortrag über die Werbekampagne der Jusos Denzlingen kamen einige gute Ideen vor, die sich so manche AG und mancher Kreisverband zu Herzen nehmen sollten. Die Grundaussage kann man ziemlich einfach zusammen fassen: Präsenz zeigen. Egal wie. Der Erfolg kommt ganz von alleine. Da gibt die Statistik den Genossen aus Denzlingen absolut recht. Aber wichtig ist auch hierbei die Leute die man anspricht nicht mit Standardfloskeln abzuschrecken, sondern ehrlich und authentisch zu sein. Der Rest ergibt sich ganz von alleine. Präsenz kann alles sein: vor Ort auf Festen oder Parties, online, in der Zeitung, im Radio, Fernsehen wird vielleicht ein wenig schwierig, aber zu schaffen ist das allemal.
Für die SPD und die Jusos mag das zur Zeit aufgrund der Vorkommnisse in Hessen, und der Geschichte um Kurt Beck schwierig sein. Aber genau deshalb muss man den Menschen zeigen, dass es vor Ort anders ist, und nicht den Kopf in den Sand stecken. Ich halte es auch für unnötig junge Menschen, die schon den Wunsch in sich tragen sich zu engagieren und politisch interessiert sind, bei der erstbesten Konfrontation Parteiprogramme um die Ohren zu schlagen. Das überfordert viele und ist der Sache nicht wirklich dienlich. Diejenigen die ohnehin schon ein sehr breit gefächertes Wissen und Interesse mitbringen werden sich auch bei Versammlungen und deren Diskussionen verstecken.
Mir geht es da speziell um die Klientel, die vielleicht kein Abitur gemacht hat, und auch kein Studium angefangen hat. Was mir in den letzten Monaten und auch teilweise Jahren aufgefallen ist, dass das politische Interesse junger Leute mit dem Bildungsgrad rapide abnimmt. Dazu muss erwähnt werden, dass ich da nur Erfahrung mit 2 Kreisverbänden der Jusos gemacht habe, und hier überwiegt ganz klar der Anteil der Studierenden. Das ist ein Zustand den man nicht hinnehmen darf. Daran muss gearbeitet werden. Wie die Situation bei den anderen Jugendorganisationen aussieht weiß ich nicht. Da wissen vielleicht Henning oder Jan mehr, ob es bei der Grünen Jugend oder den Julis ähnlich aussieht.
Am Mittwoch Abend traf man sich also zur Gründungssitzung der neuen Juso AG in Stuttgart-Süd, hat die Satzung beschlossen, den Vorstand gewählt, und sich schon ein paar Dinge und Themen überlegt, die es gilt anzupacken. Neben den Jusos aus Süd waren u.a. auch Igor und Dejan aus dem Kreisvorstand, Joachim als Vertreter der AG West, und ich eingeladen. Danke an dieser Stelle hierfür.
Ich wünsche also Philipp, als neuem Sprecher, und der AG viel Erfolg!
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