Die Veranstalter des HipHop Open, eines der größten Musikfestivals Deutschlands, haben unlängst bekannt gegeben das Festival nicht mehr in Stuttgart stattfinden zu lassen. Es sind nicht etwa wirtschaftliche Probleme, oder das Reitstadion in dem das Festival bisher immer stattgefunden hat, die Stuttgart nun um ein kulturelles Großereignis ärmer machen. Es ist schlicht und einfach die Polizei. Natürlich ist es üblich, dass es Kontrollen bei Großveranstaltungen gibt. Auch das HipHop Open ist kein rechtsfreier Raum, logisch. Gegen Kontrollen ist also per se nichts einzuwenden. Nun gab es in den letzten Jahren allerdings immer heftigere Probleme mit den Stuttgarter Gesetzeshütern. Welche Vorfälle es genau gab, darüber schweigt man sich aus. Zumindest ist in den gängigen Medien darüber nichts zu erfahren. Man kann sich aber wohl denken, dass schon einiges passiert sein muss, dass so ein Schritt seitens der Veranstalter gegangen wird. Auch wenn meine letzten Besuche beim HipHop Open mittlerweile sehr lange her sind, und mich die Musik nicht mehr wirklich interessiert, es hat immer sehr viel Spass gemacht und ich kann mich auch an keine größeren Probleme erinnern.
Auf MTV.de ist diesbezüglich eine Stellungnahme veröffentlicht worden:
Festivalleiter Johannes Graf Strachwitz: “Das ist uns alles nicht leicht gefallen. Mit schwerem Herzen haben wir uns gegen unsere Heimatstadt und für unser Publikum entschieden. Es wäre jetzt falsch zu sagen, dass es nur an der Polizei lag, aber die Künstler sollen sich wohl fühlen bei uns und unser Publikum soll sich wohl fühlen, weil nur dann haben wir ein gutes Festival und das macht uns die Polizei kaputt. Da werden willkürlich Leute kontrolliert und schikaniert. Ich meine, bis auf die Sido/Azad-Sache gab es da noch nie eine Schlägerei. Das ist wirklich alles super friedlich und entspannt und trotzdem finden da übertriebene Kontrollen statt. Das finden wir schade und deshalb gehen wir weg.”
(Quelle: MTV.de)
Die Stadt Stuttgart stellt sich mit damit wieder einmal ein Armutszeugnis aus. Man kann sich auch absichtlich uninteressanter machen, als man es sowieso schon ist. Damit stirbt nun wirklich der letzte Rest von dem, das Stuttgart einmal zu einer der deutschen Hauptstädte des HipHop gemacht hat. Die HipHop Open werden wohl nun in einer anderen Stadt eine neue Heimat finden.
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