Tatsächlich war das kein sonderlich gutes Spiel vom FC Schalke gegen den SC Freiburg. Aber es war ein verdammt wichtiges. Es hat gezeigt, dass die Mannschaft durchaus Potential besitzt. Das Dreieck Huntelaar-Raúl-Jurado in der Offensive durfte zum ersten Mal in dieser Saison zeigen, was möglich ist. Beispielhaft dafür ist die Szene, die zum 1:0 geführt hat. Gute Raumaufteilung, gutes Kurzpassspiel, Raúl setzt Huntelaar in Szene, und Rakitic staubt ab. Sie wissen es also doch, wie das mit Tore schießen funktioniert.
Die gestrige Aufstellung liegt schon nah an dem, was ich mir vorstelle. Die größte Baustelle ist weiterhin die Abwehr. Aber es wird besser. In der Innenverteidigung sah man Metzelder endlich mit einer einigermaßen soliden Leistung und einen Höwedes der zwar beim Ausgleich der Freiburger unglücklich aussah und auch sonst keinen guten Tag erwischt hatte. Aber man weiß: Er kann es besser, und wird das auch wieder zeigen. Auf den Außen durfte Moritz wieder auf der rechten Seite ran, links der Schmitz. Dass Christoph Moritz keine dauerhafte Lösung für diese Position sein kann muss ich wohl nicht weiter erläutern. Er funktioniert zwar einigermaßen, beweist aber auch immer wieder Unsicherheiten, die so nicht passieren dürfen. Ich halte wirklich viel vom ihm, aber das ist einfach nicht seine Position. Für ihn kam Hans Sarpei in Hälfte Zwei ins Spiel. Der kam aber auch nicht so wirklich in die Gänge. Wir müssen also noch abwarten ob sich Uchida wieder rankämpfen kann, und den Hoogland gibt es ja auch noch. Wenn er wieder fit ist.Viel besser hat mir Lukas Schmitz gefallen. Meiner Meinung nach ist das der einzige der ein annähernd adäquater Ersatz für Christian Pander sein kann. Und Freistöße kann er auch.
Das Schalker Mittelfeld hat die Begrüßungsrunde offensichtlich hinter sich gebracht und fängt mit den Übungen am Ball an. Der von den Fans lange eingeforderte Jurado bekam also gestern die Chance und durfte von Beginn an spielen. Vollkommen zurecht. Für die Offensive der wohl wichtigste Mann auf dem Platz. An ihm werden wir auf Schalke noch viel Freude haben. Und doch hat gestern einer gefehlt: Jefferson Farfan. Der war zwar im Kader, wurde aber nicht eingewechselt, sondern an seiner Stelle Edu. Diesen Wechsel kann man wohl nur nachvollziehen wenn man einer dieser “Magath-into-the-brain-gucker” ist. Ich vermute, diese Lösung war schlicht und ergreifend die defensivere. Jones und Rakitic haben ganz gut funktioniert, Matip jedoch nur bedingt. Sein Lauf zum 2:1 war verdammt gut, der Rest jedoch wirkte unsicher. Der sonst so faire Matip, der in einem Spiel durchaus auch mal ohne ein Foul auskommen kann, war stellenweise kurz davor vom Platz gestellt zu werden. Ich hätte wohl eher reagiert und ihn raus genommen, Farfan eingewechselt, Jones auf die Sechser Position geschickt. Aber(!) ich bin ja nicht Trainer sondern nur Zuschauer, und Fußball findet nicht im Konjunktiv statt.
Im Sturm ist Raúl noch nicht da angekommen wo ihn viele schon gesehen haben. Der erste Treffer in einem Pflichtspiel lässt noch auf sich warten. Wenn man ihn aber mal genauer beobachtet erkennt man, dass er das Fussball spielen noch nicht verlernt hat. Daneben Huntelaar. Ein Knipser der am knipsen is. Der Junge ist super. Da gibts nix. In zwei Ligaspielen schon zweimal getroffen. Mit der Quote bin ich zufrieden.
Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, das der FC Schalke in dieser Saison eigentlich eine nominell ganz gute Mannschaft hat. Wenn die jetzt auch eine Einheit werden und das Fußball spielen richtig anfangen, dann, sag ich jetzt einfach mal so, wird das noch eine ordentliche Saison.
Wer mehr zum Spiel gegen die Freiburger lesen will, der möge das bitte im Königsblog tun.

(Quelle: www.oli-hilbring.de)
Platz 18 in der Liga. Null Punkte. Derby verloren. So viel Scheiße auf einmal kann man eigentlich nur noch mit Humor nehmen. Anders erträgt man das nicht.
Neue Spielzeit, neues Glück. So heißt es ja, anscheinend. Bisher hat mein FC Schalke dieses Glück nur noch nicht gefunden. Zwei unglückliche Niederlage vor der Länderspielpause, und gestern die dritte in Folge gegen den Retortenklub aus Hoffenheim. Egal wo man derzeit was über Schalke 04 liest, es wird schwarzgemalt. Die Abwehr funktioniert nicht, Metzelder als Sündenbock der stellvertretend für die vielen Baustellen in der Mannschaft herhalten muss.
Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass auch in dieser Saison ein Tabellenplatz im oberen Drittel der Tabelle rausspringen wird. Gestern Abend konnte man erste Ansätze erkennen wie Huntelaar und Raúl im Sturm funktionieren könnten. Auch die Abwehr wird sich noch einspielen. Zwar ist von der besten Abwehr der Liga aus der letzten Saison nur noch Höwedes an Bord, aber auch das wird sich mit den Neuen regeln. Natürlich lieber gestern als heute, keine Frage.
Das was Felix Magath da auf Schalke zusammenbastelt ist eine Mannschaft die spätestens nächstes Jahr definitiv mit um die deutsche Meisterschaft spielen wird. Aber das braucht Zeit. Sportlich gesehen kann man die Situation durchaus mit seiner Wolfsburger Zeit vergleichen. Da war auch nicht alles Gold was glänzt. Wenn man sich zurück erinnert haben die Wolfsburger in der Saison 2008/2009 auch “nur” eine überragende Rückrunde gespielt und sind am Ende Meister geworden.
Die Mannschaft der letzten Saison existiert auf Schalke effektiv nicht mehr. Die Truppe war eingespielt, das System auf Kuranyi zugeschnitten, und Magath hat das beste aus ihr heraus geholt. Zack, Vizemeister. Kann man aber auch in die Tonne kloppen, weil die richtige Umbau der Mannschaft, und zu Teilen auch des Vereins, erst ab dieser Saison mehr als spürbar wird. Der Start war mies. Durchaus. Der Erfolg wird sich dennoch einstellen, und das, so behaupte ich, auch nachhaltig.
Glück Auf.
Es ist definitv noch zu früh Felix Magath und den FC Schalke 04 mit Lob zu überhäufen. Trotzdem war der Sieg gegen den VfB Stuttgart ein enorm wichtiger. Die nächsten Wochen werden entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein. Es stehen jetzt noch Hamburg, die Bayern im Pokal, Leverkusen und nochmal die Bayern in der Liga auf dem Zettel. Solange diese Spiele noch nicht gespielt sind, spare ich mir aber die Prognose. Abgerechnet wird am Ende.
Unter anderen Umständen (sprich: unter einem anderen Trainer/Manager) wäre schon jetzt die emotionale Hölle in Gelsenkirchen los und die Euphorie nicht mehr bremsbar. Felix Magath macht hier wohl den besten Job seines Lebens. Nicht unbedingt das fussballerische, es ist seine nüchterne und durchaus objektive Art, die den Saison Endspurt so angenehm für das Schalker Nervensystem macht. Es weiß jeder, dass die Mannschaft im Umbau ist, und noch nicht so funktioniert wie König Felix das gerne hätte. Und trotzdem steht der FC Schalke 04 nach 26 Spieltagen auf Platz 2. Das übertrifft, nach den beiden Spielzeiten zuvor, alle Erwartungen. Die Europa League war das Ziel, und so wie es derzeit aussieht ist die Qualifikation für die Champions League auf jeden Fall drin. Das ist grandios genug, mehr muss man dazu auch nicht sagen.
Mehr zum letzten Spiel gegen den VfB Stuttgart liest man im Königsblog.
Kurz, der Vollständigkeit wegen, die Meldung, dass ich mir am letzten Spieltag beim Einwechselspielerraten im Königsblog obigen Titel verdient habe. Mit zwei anderen Tippern lag ich richtig, und las in Felix Magaths Gehirn die Namen Asamoah, Moritz und Baumjohann. Die komplette Tabelle inklusive Punkte und noch mehr Statistik Schnickschnack gibts hier.
Doof nur, dass meine restlichen Spieltagstipps so mies waren (Jetzt Platz 44, nur 9 Punkte gemacht). Aber das wird schon noch.
Revierderby. Schalke 04 gegen Borussia Dortmund. Die Mutter aller Derbys. Mein Tip: 2:0 für S04.

(via blogundweiss.de)
Im Königsblog darf man auch heute wieder königsblaues Einwechselspielerraten spielen. Kostet auch nur einen Kommentar. Glück Auf!
Das erste Mal ist immer was ganz Besonderes. Eine Erfahrung die man nur einmal im Leben machen kann. Gleichzeitig prägend für die Zukunft, wie auch Kern einer ganz großen Liebe. Gut, zweiteres ist nicht bei jedem der Fall. Es soll auch Menschen geben die dieser Sucht nicht verfallen sind. Andere sind nur ganz zufällig in diesen Honeypot hineingetappt, andere brauchten Zeit um das Verlangen nach mehr zu entwickeln.
Korrekt, es geht um Fussball. Genauer: Den ersten Stadionbesuch beim FC Schalke 04. Vorhin sind mehrere Tweets, von @HerrWieland und @tommes04, durch meine Twitter Timeline gerauscht, die mich daran haben erinnern lassen wie das denn bei mir so war. Das ist eigentlich eine ganz nette Geschichte an die ich mich gern zurück erinnere. Und aufgeschrieben habe ich die auch noch nicht, also prädestiniert für diesen Blog.
Erst durch eine Suche im Internet habe ich später das Datum dieses geschichtsträchtigen Ereignisses in Erfahrung gebracht. Das Jahr wusste ich noch so ungefähr. Und natürlich den Gegner samt Ergebnis. Der 5. Spieltag der Saison 1991/1992, ein Samstag. Ein Heimspiel für die Königsblauen. Damals noch im Parkstadion, meine Tante und mein Onkel mit mir auf der Haupttribüne. Und wenn ich schon dabei bin, dann will ich mich an dieser Stelle auch nochmal ganz hochoffiziell bei den beiden (okay, eigentlich wars mehr mein Onkel;-) ) bedanken mich auf die richtige Bahn gebracht zu haben. Ich höre mir immer wieder gerne die Geschichten von früher an, in denen mein Onkel mir auf meine kleine Kinderschultafel das Parkstadion aufgemalt und erklärt hat, und ich mir meine Trikotkluft selbst mit blauem Polohemd samt kurzer weißer Hose selbst zusammengestellt habe.
Mein Leben ohne den blau-weißen Virus wäre um einiges emotionsloser, trauriger, aber wohl auch fröhlicher geworden. Trotzdem will ich keinen dieser Momente jemals vermissen. Aber gut, zurück zum Spiel selbst. An diesem 24. August 1991 hieß der Gegner Borussia Dortmund. Was das letzten Endes bedeutet gegen den BVB zu spielen konnte ich damals, mit 8 Jahren, wohl nur ansatzweise erahnen. Aber auch da war schon klar: Wir sind die Guten, und die sind die Bösen. An klaren Verhältnissen in der Familie mangelte es also nicht.
Vom Spiel selbst habe ich aber kaum noch Erinnerungen. Wohl aber vom Drumherum. Wie vor jedem Heimspiel wurde der weiße Manta liebevoll mit dem selbstgestrickten blau-weißen Schal dekoriert. Die Fahrt ging, damals wie heute, von Herne aus über GE-Bismarck, am Zoo vorbei zum Berger Feld. Im Gegensatz zu heute war die Hinfahrt um einiges zeitintensiver, weil man nicht alleine auf der Straße war. Da es noch nicht so viele Dauerkartenbesitzer gab, und an einen Vorverkauf über das Internet noch nicht einmal zu denken war, wollten die Karten noch am Kartenhäuschen vor dem Stadion erworben werden. Man musste Schlange stehen. Zustände von denen der heutige Fan mittlerweile sehr weit entfernt ist. Neben der obligatorischen Stadionwurst gab es für mich auch mein erstes Fanutensiel. Eine kleine 90×60 Fahne mit dem Parkstadion und Schalke Emblem als Motiv. Die Fahnen vom Fanshop waren zu der Zeit noch aus richtigem Stoff gemacht, und nicht aus diesem Polyester Mist den man heute für teuer Geld erstehen kann. Den Stock von der kleinen Fahne hab ich mir dann gleich bei einem Sturz in die Fresse gehauen und mir einen Zahn ausgeschlagen. War aber nicht schlimm, die wuchsen bei mir damals noch nach.
Auf Seiten der Schalker standen damals Spieler wie Ingo Anderbrügge, Günter Güttler, Peter Sendscheid, Alexander Borodjuk und Jens Lehmann auf dem Platz. Bei den Borussen spielten damals Stéphane Chapuisat, Flemming Povlsen, Frank Mill, und Michael Rummenigge. Von allen damals aktiven steht wohl heute nur noch Jens Lehmann auf dem Platz. Von meinem Großvater in den frühen Neunzigern sehr gerne als “Fliegenfänger” beschimpft. Aber das aus dem mal was wird, das wusste ich damals schon! Deshalb hatte ich auch keine Angst im Elfmeterschießen bei der WM 2006 gegen Argentinien. Schließlich hatte Lehmann ja schon beim UEFA Cup Sieg 1997 bewiesen, dass er das kann.
Mein großes Idol war damals Ingo Anderbrügge. Wenn der mit links mal richtig abzog, hielt das kein Tornetz aus. Und weil ich auch, trotz Rechtshändrigkeit, Linksfuß bin, war da immerhin schon etwas was wir gemein hatten. Und dann schießt der auch noch in der zweiten Minute das 1:0. Ich war stolz wie Oskar und vom Glück total besoffen. Bier gab es damals noch nicht für mich. Das kam alles erst später. Da dann beim rumturnen auf der Haupttribüne, wie erwähnt, meine neue Fahne Bekanntschaft mit meinem Gebiss machte, war das Spiel da inhaltlich für mich eigentlich schon gelaufen. Im Endeffekt war das dann auch alles scheißegal. Der Einstand war mehr als gelungen. Schalke 04 gewann mit 5:2 gegen Borussia Dortmund.
An diesem Samstag werde ich ab 15.30 Uhr bis ca. 17.15 Uhr nicht ansprechbar sein. Grund dafür ist die “Mutter aller Derbys”. Mein FC Schalke 04 ist bei Borussia Dortmund zu Gast. Das erste Derby als Bewährungsprobe für Felix Magath als Trainer, und ein Asamoah mit dem wieder in Startelf zu rechnen ist. Sicher hat Gerald seinen Zenit als Spieler schon überschritten, und gibt auch offen zu nicht zu 100% fit zu sein. Und dennoch hat man in seinen letzten Einsätzen wieder, wenigstens ansatzweise, den Asamoah sehen können der er einmal war. Und wenn es dann auch noch gegen Schwarz-Gelb geht, werden ihm wieder die Flöhe im Hintern jucken. Das ist gut so.
So ein Derby hat auch immer viel Konfliktpotenzial. Auf beiden Seiten gibt es die üblichen Bekloppten für die so ein Fussballspiel Grund genug ist, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Deshalb ist es mittlerweile fast schon üblich, dass sich die beiden Klubchefs Tönnies und Watzke in medial verbrüdern und die sportliche Seite betonen. Auch dieses Jahr wird Clemens Tönnies wieder im Gästeblock der Dortmunder Nordtribüne das Spiel verfolgen. Es gibt nicht viele Vereinsfunktionäre die das gleiche tun. Da darf man über Tönnies meckern wie man will, diese Aktion allein macht ihn mir wirklich sympathisch.
Mein Tipp: Dortmund 0, Schalke 2. Glück Auf.

Als ob es nicht schon genug schlechte Flash Spielchen à la Moorhuhn gäbe. Aber das macht nix, das hier ist der Quälomat. Man darf mit Felix Magath als Spielfigur mit Medizinbällen auf Schalker Spieler werfen. Ich wiederhole: Man darf mit Felix Magath als Spielfigur mit Medizinbällen auf Schalker Spieler werfen. Das lässt mich im Moment doch sehr debil grinsen. Was es nicht so alles gibt auf der Welt. Meinen 30 Punkte Highscore sollte man eigentlich im nu knacken.
Hier gehts zum Quälomat. Gefunden habe ich den Stuss bei Twitter.
Auch wenn das in dem Video gesagte nicht an die Öffentlichkeit dringen sollte, was irgendwie auch verständlich ist, so sorgt das doch wohl hoffentlich nicht nur bei mir zu einem leicht hoffnungsvollen Schmunzeln im Hinblick auf die kommende Bundesliga Saison.
Gefunden bei Ben Redelings Scudettoblog.
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