Woche Nummer 1 nach Kurt Beck. Ein paar Tage Schonfrist hat es gegeben, aber spätestens seit heute ist klar: der Wahlkampf hat begonnen! Letzte Woche wurde klar, daß die beiden Altkanzler der SPD, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder, für 2009 in den Wahlkampf ziehen. Mit Frank-Walter Steinmeier hat man auf jeden Fall einen Spitzenkandidaten der mindestens auf Augenhöhe mit der, hoffentlich nicht mehr lange, amtierenden Angel Merkel.
Und seit heute, ja spätestens heute, befindet sich die älteste deutsche Partei im Wahlkampf. Und so wie es aussieht mit allem und jedem. Die Bild am Sonntag hat ein Interview mit Helmut Schmidt geführt, in dessen Zuge Schmidt Lafontaine mit “Adolf Nazi” vergleicht, und auch noch einen Bezug zum demokratischen Präsidentschaftsbewerber Barack Obama herstellt. Die Online Ausgabe des Spiegel zitiert, und schreibt folgendes:
“Wir sehen jetzt in Amerika, wie ein junger Mann, Barack Obama, allein mit Charisma zu einer nationalen Figur wird. Dabei darf man nicht vergessen, dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht”, so Schmidt und begeht sodann einen Tabubruch: Auch “Adolf Nazi” sei ein charismatischer Redner gewesen. “Oskar Lafontaine ist es auch”.
(Quelle)
Wenn es einen deutschen Politiker gibt dem ich wirklich, und das meine ich auch so, verliebt an den Lippen hänge, dann ist das Helmut Schmidt. Der Vergleich selbst mag gefährlich, nicht massenkompatibel, und alles andere als medientauglich sein, erfährt aber seine Berechtigung durch eine einzige Sache. Es ist Wahlkampf, und es gilt die große Koalition mit der CDU durch eine starke Rote Regierung, in Koalition mit wem auch immer, abzulösen!
Mittlerweile kann man auch schon die ersten Stellungnahmen der Linkspartei im Netz finden. Ich nenne es aber lieber “Hühnergegacker”.
Letzte Kommentare