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Politik

Netzschau Stuttgart: Die Jungsozialisten

28.01.09 | Link | Kommentieren? | Autor: Julian

In dieser Artikelserie versuche ich einmal die politischen Aktivitäten der Parteijugenden, die in Stuttgart aktiv sind, ein wenig zu durchleuchten. Wer ist im Netz voll dabei, wer hat die Trends verschlafen, und wo gibt es Nachholbedarf? Der Ausgangspunkt meiner Recherchen ist jeweils die offizielle Webseite der jeweiligen Organisation. Der zweite Ansatz findet sich in den sozialen Netzen. Facebook, studiVZ/meinVZ, etc.. Interessant wird auch sein, wer sich mit Twitter auseinandergesetzt hat, und wie dieser neue Kommunikationskanal verstanden und benutzt wird. Bewertet wird das Gesamterscheinungsbild, und wie stark sich die Kreisverbände nach außen hin mit den Ortsvereinen, bzw. Arbeitsgemeinschaften, vernetzt haben.

2. Die Jungsozialisten

Jusos StuttgartAusgangspunkt ist auch bei den Jungsozialisten aus Stuttgart eine einfache Googlesuche. Die Webseite der Jusos wird gleich als erster Treffer aufgelistet. Soweit, so gut. Nichts besonderes bis hierher. Die Besucher der Seite werden von einem kräftigem Rot empfangen, und bekommen auf der Eingangsseite eine einfache Newsübersicht. Das Layout selbst hat allerdings seine besten Tage schon hinter sich, und den Grafiken ist anzumerken, dass sich da jemand beim Komprimieren mit MS Paint versucht hat. Die Navigation auf der linken, weiterführende Links zu Aktionen und Arbeitsgemeinschaften vor Ort auf der rechten Seite, mit dem Inhalt in der Mitte. So sahen Webseiten gestern aus.

Aber was tut sich inhaltlich? Wie bereits erwähnt hat man, mehr oder weniger aktuelle, Nachrichten im Überblick. Sehr seltsam auch, dass man bei einem Klick auf den Punkt “News” im linken Menü eine andere Ansicht erhält, als auf der Startseite, und dass so ziemlich alle Beiträge zwischen dem 11.8. und dem 15.12. fehlen. Die Abstände der Nachrichten variiert zwischen einem, und drei Artikeln pro Monat. Hier scheint sich nicht wirklich viel zu tun. An Kommentare ist auch nicht zu denken. Die aktuelle Webseite versinkt im Mittelmaß und ist, ähnlich der Internetpräsenz der JU Stuttgart, in keiner Weise zeitgemäß. Es braucht heute niemand mehr ein Gästebuch, Chats in Webseiten kann man mittlerweile besser und barrierefreier gestalten. Der Sprung in die moderne Internetwelt wurde, bis dato, verpasst.

Aber es finden sich auch positiv Aspekte. In der rechten Spalte findet man, wie erwähnt, ganz oben direkte Links zu den Seiten der Arbeitsgemeinschaften vor Ort und falls keine Vorhanden eine E-Mailadresse zur Kontaktaufnahme. Und wo sich Stuttgarts Jungsozialisten inhaltlich wiederfinden, deuten die Banner an und lässt sich ebenfalls nachlesen. Auch die Eigendarstellung, samt Informationen über den Kreisvorstand, lassen sich einfach finden. Jedes Vorstandsmitglied ist mit Namen, Bild, Funktion, und Kontaktdaten angegeben.

Die Webseite hinterlässt einen faden Beigeschmack. Eigentlich ist ja alles drin, was Interessierte finden müssen, man hat aber den Eindruck, dass sich nicht wirklich viel tut.

In den sozialen Netzen allerdings, sind die Jusos aus Stuttgart sehr wohl vertreten. In facebook findet sich eine eigene Gruppe, in der auch einige aktuelle Termine vermerkt sind. Ein ähnliches Bild bietet die Suche im studiVZ, bzw. meinVZ. Es gibt eine offizielle Gruppe “Jusos Region Stuttgart”, und einige kleinere nicht-offizielle Gruppen. Aktivität, bzw. Diskussionen findet man aber auch hier nur sehr wenige. Durch meine politische Nähe zu den Jusos will ich eigentlich auch garnicht mehr viel dazu sagen. Dass an einigen Stellen gearbeitet wird, weiß ich. Und, dass zum Wahlkampf auch online was passieren wird ist darf an dieser Stelle auch verraten werden.

Ebenso wie bei der JU Stuttgart ist auch bei den Jusos noch einiges zu tun, um dem Auftreten im Internet, als Kreisverband der Landeshauptstadt Stuttgart, auch nur annähernd gerecht zu werden. Die Entwicklung im Internet wurde hier anscheinend genauso verschlafen und nicht ernst genug genommen. Oder nicht richtig verstanden. Immerhin ist der ehemalige Sprecher des Kreisvorstandes, Igor Gilitschenski, seit kurzem auch in Twitter aktiv.

Im nächsten Teil: Die Grüne Jugend Stuttgart. Die Artikel dieser Reihe findet man mit dem Tag Netzschau-Stuttgart.

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