Nach monatelangen Hickhack in den Medien, innerhalb der Partei, nach der Landtagswahl in Hessen hat sich Andrea Ypsilanti nun endgültig durchgesetzt, und hat in einer Probeabstimmung ihr Rot-Rot-Grünes Bündnis nun beisammen. Von 42 Abgeordneten der SPD stimmten 41 für Ypsilanti, es gab nur eine Enthaltung. Die Fraktionen der Grünen, und der Linken, gaben ihr einstimmiges Votum.
Man kann von diesem Linksruck wirklich halten was man will. Man kann Kurt Beck im Nachhinein ankreiden keine klare Linie vorgegeben zu haben. Man kann Ypsilanti vorwerfen Wahlversprechen gebrochen zu haben. Aber ich bin der Meinung, dass in diesem Fall die Mittel den Zweck heiligen. Es geht hier darum Roland Koch als Ministerpräsident in Hessen abzusetzen. Die Mehrheit gegen ihn ist im Landtag vorhanden, also muss gehandelt werden. Sicher nicht unbedingt glücklich wie der Wahlkampf seitens der SPD verlaufen ist, aber die Bürger haben eben so gewählt, dass es für Rot-Grün alleine nicht reicht. Scheuklappen aufzusetzen, wie die FDP, ist hier der falsche Weg.
Tja, Herr Koch, das wars dann wohl. Und weils so schön passt, verlinke ich auf diesen Liedtext bei Christian.
Schlagwörter:Andrea Ypsilanti, Die Grünen, Die Linke, Hessen, SPD
Töffte!
Julian. Bleib doch mal etwas objektiv. Dein “Linksruck” Gerede in jeden 2. Post ist ja angesichts des Parteibuchs unter deinem Kopfkissen nachvollziehbar. Macht die Sache hier aber etwas zur Farce.
Was Frau Ypsilanti da betreibt kann man nur und wirklich nur als absolut schäbig bezeichnen und wird (so denke und vor allem hoffe ich) der SPD eindeutig schaden.
So etwas auch noch gut zu heißen ist peinlich. Gleich welcher Partei man angehört.
Und nein: Die Bürger haben eben nicht so gewählt. Die Bürger haben SPD und Grüne gewählt. Allerdings eben nicht genug für eine Regierungsbildung. Dazu kommen ein paar Lemminge die die Linke gewählt haben. Jetzt daraus zu behaupten die Bürger hätten so gewählt und Frau Ypsilanti den Auftrag zur Regierungsbildung gegeben kannst du nicht ernst meinen. Dafür halte ich dich trotz SPD-Brain-Wash für zu intelligent.
Das ist Machtgeilheit auf schäbigste Art und Weise.
Würde die SPD (Du/etc.) wenigstens es als dieses bezeichnen könnte ich damit leben. So ist Politik eben bzw. darum geht es unterm Strich. Diese Verlogenheit allerdings macht mich rasend.
Diese ganze “Farce” hätte sich abwenden lassen können, wenn die FDP in Hessen nicht so borniert gewesen wäre. Aber nein, man möchte ja “Keine Experimente” wagen. Schön den Regierungssitz warmfurzen und sich im Schoß der Union wälzen.
Das finde ich sehr traurig, vor allem in Anbetracht dessen, dass es genug Stimmen innerhalb der FDP gibt, die es für möglich halten eine Koalition mit der SPD einzugehen.
Um die Frage schonmal vorweg zu nehmen: Ja, ich bin Befürworter einer Sozialliberalen Koalition.
Und zieh das mit dem Linksruck Gerede nicht so durch den Kakao. Die Entwicklung ist einfach vorhanden. So deal with it.
… ob vorhanden oder eingeredet. Lassen wir so stehen.
Und was hat das Verhalten der FDP damit zu tun? OK. FDP will nicht. Dann halt nicht. Kann man gut heisen oder auch nicht.
Ändert allerdings nichts an der oben genannten Tatsache. Das letzte Aufbäumen eines sterbenden Pferdes. Mit allen Mitteln. Glaubwürdigkeit? Wer braucht das? Aufrichtigkeit? Interessiert doch eh niemanden. Hauptsache ran an die Macht.
Ich finde Koch ebenfalls eine Zumutung. Ich bin ebenfalls für seine Ablösung. Diesen Weg finde ich alelrdings die einzig noch schlechtere Alternative als Ihn im Amt zu lassen…
Welcher Linksruck? Schonmal die Politik von SPD und Linke in Berlin angeschaut? Willst du mir ernsthaft sagen, dass die sozial oder links sind?
Ypsilanti is machtgeil hatte aber nich den Arsch in der Hose es nach der Wahl direkt durchzuziehen nun kommt diese etwas verspätete Aktion.
Ich bin auch nich 100% sicher, dass sie am Ende tatsächlich regieren wird, ich halte diese mögliche Konstellation für sehr instabil. Die Grünen wissen nie so richtig was sie machen wollen die SPD bekommt dann deutlichen Gegenwind aus dem Bund und die Linke, naja die wird zu ihrem Wort stehen, nur ob es am Ende toll wird?
Und Koch hin oder her, es ist ja nicht seine Schuld, dass sie FDP und SPD oder SPD und CDU nicht einigen konnten :D, Koch steht wenigstens offen zu seiner Machtgeilheit.
Richtig. Hier wird versucht eine unter Umständen instabile Regierung zu etablieren um Ypsilantis Machtgeilheit nachzukommen mit dem Risiko oder der Wahrscheinlichkeit am Ende einen Scherbenhaufen zu hinterlassen.
Wie bereits gesagt meiner Meinung nach die einzige noch schlechtere Alternative als einen vermutlich zu recht unbeliebten Koch an der Regierung zu lassen.
@fred: Das die ganze Geschichte einer einzigen Hau-Ruck Aktion entspricht stimmt schon. Da lässt sich nicht viel beschönigen. Aber ich sehe lieber ein Rot-Rot-Grünes Bündnis in Hessen, als nochmal 5 Jahre Roland Koch. Wie stabil das dann funktionieren mag, sei dahingestellt.
Machtgeilheit möchte ich Frau Ypsilanti da nicht einmal unterstellen. Aber das denke ich wahrscheinlich auch nur weil mein Parteibuch unterm Kopfkissen liegt… ;P
@Feanor: Kann man Berlin wirklich mit Hessen vergleichen? Ich denke eher nein. Ein Urteil will ich mir über die Politik in unserer Bundeshauptstadt jedoch nicht erlauben, dazu bin ich nicht genug in der Materie drin.
07. Oktober 2008 Man kann Andrea Ypsilanti nur bewundern und bestaunen. Denn mit ihr kehrt eine Form der Lüge in die Politik ein, die in ihrer schlichten Dialektik den Rahmen jedweder Verständigung sprengt. In der Welt dieser Politikerin führt die Lüge direkt zur Wahrheit; zu den ominösen politischen „Inhalten“ nämlich, deretwegen sie das Recht, ja die Verpflichtung zu haben glaubt, nach der Macht zu streben. Sie muss die Menschen – vorerst nur in Hessen – einfach mit ihrem Regime beglücken.
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E7462E9AFDE724DC4BA7D138B149CCFAD~ATpl~Ecommon~Scontent.html