Seit knapp drei Jahren bin ich nun, nach erfolgreicher Ausbildung zum Fachinformatiker, beim Technischen Service der Deutschen Telekom beschäftigt und darf nun im Mai zum ersten Mal meine Stimme für unseren Betriebsrat abgeben. Eine Premiere alleine ist aber nicht genug. Man kann nämlich auch wählen. Bei der Listenaufstellung habe ich einen, für mich persönlich, ganz ordentlichen Platz auf der ver.di Liste ergattern können (Nr. 35 von 79 bei 21 Sitzen im Betriebsrat), und so langsam aber sicher geht es darum meinen Namen bekannt zu machen. Im direkten Umfeld ist das natürlich nicht unbedingt nötig, wird allerdings schwierig wenn man Kollegen in anderen Bereichen meiner Firma, der DTTS GmbH (Deutsche Telekom Technischer Service), erreichen will. Den größten Anteil bringt, im Vergleich zum Innendienst, unser Außendienst auf die Waage. Dort die Stimmen zu angeln wird für die nächsten Wochen wohl, neben meiner normalen Tätigkeit, mit eine der Hauptaufgaben werden.
Nun wurden heute die Infomaterialien verteilt in denen die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten kurz vorgestellt werden. Als Beweis, dass ich hier keinen Mist erzähle, habe ich die entsprechende Seite mit meinem Bildchen mal eingescannt und hier hochgeladen. Ein Klick auf das Vorschaubildchen bringt Euch zur großen Ansicht. Bitte sehr:
Gewählt wird in unserer Niederlassung also vom 18. bis 20. Mai. Bis dahin ist es also noch ein knapper Monat. Genug Zeit ist also noch vorhanden.
Wer sich gestern seine Nachrichten aus dem Internet besorgt hat, oder vielleicht sogar die Tagesschau um 20 Uhr gesehen hat, kennt dieses Video hier in dem zu sehen ist wie irakische Zivilisten von der US-Armee getötet werden. Den, meines Erachtens, besten Text dazu liefert Netzwertig.com. Vorrangig geht es um die Rolle der Medien und des Journalismus an sich, der in in solchen beispielhaften Fällen grandios versagt. Was im speziellen für die USA gilt, lässt sich im allgemeinen leider auch auf Deutschland übertragen. Ich erinnere nur an diese eine Pressekonferenz vom letzten Jahr.
Hervorheben will Ich vor allem den letzten Absatz, der deutlich macht um was es derzeit eigentlich geht:
Angesichts dieser Konkurrenz müssten sich die Verleger eigentlich in einer beispiellosen Schlacht um die heissesten und kritischsten Geschichten befinden, Unzahlen von investigativen Journalisten beschäftigen und dem Publikum mit aller Macht verdeutlichen wollen, dass sie eine Aufgabe wahrnehmen, ohne die auch in einer Demokratie die Willkür zu herrschen beginnt.
Stattdessen verklagen sie Google wegen verletzten Copyrights.
Nun darf man sich natürlich fragen welche Auswirkungen haben wird, wenn so eine “popelige” – genau das ist sie nämlich nicht – Internetseite wie Wikileaks heikle und sensible Informationen an die Öffentlichkeit bringt. Das war eigentlich mal Aufgabe der Journalisten. Das führt zumindest mich zu der Frage: Macht der Kapitalismus den unabhängigen Journalismus kaputt? Immer mehr Quotendruck, sinkende Auflagen, stupide Meinungsmache um in höchster Verzweiflung wenigstens durch idiotische Klick-, und Bilderstrecken Aufmerksamkeit (=Klicks) zu erhaschen um die eigene Statistik zu fälschen. Das muss jeder erkennen, der nicht mit zwei Kartoffeln auf den Augen durch die Welt geht.
Es wird Zeit, dass sich was dreht. Hoffentlich nicht nur das iPad.
0 von 5 Sternchen. Das muss ein Film auch erstmal schaffen bei den 5 Filmfreunden so abgestraft zu werden. Zudem Sandra Bullock für ihre Hauptrolle in dem Film ja den Oscar bekommen hat. Nach diesem Review frage ich mich ernsthaft: Wofür?!
Snip:“The Blind Side” formt mit seiner rührig-süß erzählten Geschichte (natürlich: auf wahren Begebenheiten) die ältesten, klassischsten, urzeitlichsten aller nur denkbaren Rassenklischees zu einem modernen neoliberalen Märchen. Der Film gibt sich gönnerhaft und weltlich in seinem aufgeklärten Humanismus, den er von seiner beispielhaften Idee des wahren American Dream ableitet, in dem mithilfe Klassen- und Rassenübergreifender Chancen – wie sie der Footballsport beispielsweise ermöglicht – alle ethnischen Grenzen überwunden werden können. Arm und reich, schwarz und weiß kommen hier unter republikanischem Dach zusammen, um sich zu vereinen und ein Loblied auf die Gleichberechtigung einzustimmen."
Adrian Lang schreibt über den Auftritt von Kristina Schröder beim Politcamp2010: "Kristina Schröder ist als vehemente Verfechterin des Extremismusbegriffes bekannt. Mit diesem Begriff werden Links-, Rechtsradikalismus und Islamismus gleichgesetzt und auf ihre Opposition zur angeblichen „Mitte“ reduziert. Diese Position ist nicht nur theoretischer Unsinn, sondern praktisch gefährlich, wenn sie von einer Bundesministerin vertreten wird, die wie Schröder bspw. für die Bundesprogramme gegen Rechtsradikale verantwortlich ist. Sie belässt es nämlich nicht dabei, rechte Gewalt verbal als „Hakenkreuzschmierereien“ zu verharmlosen, sondern entzieht Projekten, die gegen rechte Gewalt arbeiten, Mittel. Im Gegenzug plant sie Projekte gegen Linksradikalismus und Islamismus. Diese Gleichmacherei ist nicht nur mit Naivität zu erklären, sondern vielmehr Ausdruck einer politischen Position, die selbst in der CDU herausragend rechtskonservativ und islamophob ist."
Frédéric schreibt auf Spreeblick: "Früher waren Kriege zwischenstaatliche Konflikte; inzwischen ist das die Ausnahme. Die Mehrzahl der Kriege sind Bürgerkriege. Ein Bürgerkrieg dauert im allgemeinen länger als ein zwischenstaatlicher Konflikt. Und die Mehrzahl seiner Opfer sind Zivilisten. Bis zu 90 Prozent, sagt die UNICEF, darunter 40 Prozent Minderjährige. Sie sterben durch Antipersonenminen und Kleinwaffen, durch russische AK47, amerikanische M16 oder deutsche G3. Das sind die Massenvernichtungswaffen von heute. Eine halbe Million Opfer jährlich kommen durch Kleinwaffen um."
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