Eben bin ich bei Robin auf den Artikel “In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?” von Peter Glaser gestoßen. Hochinteressant was der Mann da schreibt. Und das tolle ist: Es geht uns alle etwas an. Lesen! Zack Zack!
Mit am interessantesten in diesem sehr weit ausholenden Artikel fand ich eigentlich diese Stelle:
Zu den neuen Regeln gehört, dass wir mehr Positionen zulassen müssen als bisher. Die Lage ist komplex. Der Schiedsrichter bei einem Fußballspiel ist ein Inbild der alten Zeit. Er ist mit seiner singulären Sicht auf dem Spielfeld in einer wesentlich schlechteren Position als jeder Zuschauer vor dem Bildschirm. Der Schiedsrichter ist sozusagen aussichtslos. Er betrachtet die Welt immer noch von seinem vereinzelten Standpunkt aus, der einen heute angesichts der elektronischen Multiperspektive hoffnungslos ins Hintertreffen geraten läßt. In kritischen Situationen auf dem Spielfeld muß der Schiedsrichter aus seiner subjektiven Position heraus entscheiden, obwohl ihn eine beunruhigende Medien-Objektivität umgibt: Der träge Zuschauer auf dem Sofa sieht im Lauf der nächsten Sekunden die Situation aus unterschiedlichen Kamerapositionen, in Zeitlupe wiederholt, vielleicht noch grafisch verstärkt, und kann sich ein – dem Fußball angemessenes – rundes, ganzheitliches Bild machen.
(Quelle, Glaserei)
Schlagwörter:Digitale Gesellschaft, Medien
Töffte!
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