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Medien

Michael Moore im Interview bei Telepolis

16.11.09 | Link | 1 Kommentar | Autor: Julian

Derzeit kann man auf Telepolis ein Interview mit Michael Moore über seinen neuen Film “Capitalism: A Love Story” lesen. Über seine Filme kann man sich ja trefflich streiten, da er ja ab und an gerne Szenen so zurecht schneidet um die darstellenden Personen zu entlarven und teilweise bloß zu stellen. Die Kernaussage bei seinen Filmen hat dennoch immer ein Stückchen Wahrheit inne, die es zu erkennen gilt. Man muss ihn nicht mögen, das Interview will ich trotzdem empfehlen.

Hier ein kurzer Ausriss aus dem Interview:

Hatten Sie während ihrer Recherchen den Eindruck, dass es zu einem derartigen Absturz in den Abgrund kommen würde?

Michael Moore: Ja. eigentlich fand ich, dass wir schon lange darüber hinaus wären. Die einzigen, die noch nicht litten, waren die Jungs von der Wall Street. Die Arbeiter in Michigan und Indiana und Kalifornien wussten es schon lange. Während der acht Jahre unter George W. Bush mussten sie einen Schlag nach dem anderen einstecken: Die Arbeitslosigkeit nahm kontinuierlich zu, die Kluft zwischen Arm und Reich wurde immer größer. Nichts davon war neu. Wer am 15. September 2008 einen scharfen Blick in die Mainstream-Medien warf, musste sich schon wundern über die Überraschung, die da geäußert wurde. Wer konnte überrascht sein?

Entweder sie waren extrem gute Schauspieler, oder sie sind wirklich Vollidioten. Und ich möchte glauben, dass sie keine Vollidioten sind. Denn wenn man das nicht kommen sah, muss man schon sehr beschränkt sein. Besonders in den letzten acht Jahren. aber eigentlich seit 30 Jahren. Seit dem Anfang der Reagonomics, denn damit begann alles: Der Wahlsieg von Ronald Reagan 1980, der ein Sieg von Milton Friedman war, freie Märkte, freie Unternehmen- lasst die Wölfe los! Tut, was immer Euch gefällt! Als Resultat dieser Politik haben wir über 30 Jahre lang einen kontinuierlichen Verfall erlebt. Und die Leute haben immens darunter gelitten. Diese Politik war der Grund, warum ich vor 20 Jahren mit dem Film “Roger & Me” anfing. Denn meine Heimatstadt Flynt, Michigan war zusammengebrochen nach acht Jahren Regierung durch Ronald Reagan.

(Quelle: Telepolis)

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