Derzeit kann man auf Telepolis ein Interview mit Michael Moore über seinen neuen Film “Capitalism: A Love Story” lesen. Über seine Filme kann man sich ja trefflich streiten, da er ja ab und an gerne Szenen so zurecht schneidet um die darstellenden Personen zu entlarven und teilweise bloß zu stellen. Die Kernaussage bei seinen Filmen hat dennoch immer ein Stückchen Wahrheit inne, die es zu erkennen gilt. Man muss ihn nicht mögen, das Interview will ich trotzdem empfehlen.
Hier ein kurzer Ausriss aus dem Interview:
Hatten Sie während ihrer Recherchen den Eindruck, dass es zu einem derartigen Absturz in den Abgrund kommen würde?
Michael Moore: Ja. eigentlich fand ich, dass wir schon lange darüber hinaus wären. Die einzigen, die noch nicht litten, waren die Jungs von der Wall Street. Die Arbeiter in Michigan und Indiana und Kalifornien wussten es schon lange. Während der acht Jahre unter George W. Bush mussten sie einen Schlag nach dem anderen einstecken: Die Arbeitslosigkeit nahm kontinuierlich zu, die Kluft zwischen Arm und Reich wurde immer größer. Nichts davon war neu. Wer am 15. September 2008 einen scharfen Blick in die Mainstream-Medien warf, musste sich schon wundern über die Überraschung, die da geäußert wurde. Wer konnte überrascht sein?
Entweder sie waren extrem gute Schauspieler, oder sie sind wirklich Vollidioten. Und ich möchte glauben, dass sie keine Vollidioten sind. Denn wenn man das nicht kommen sah, muss man schon sehr beschränkt sein. Besonders in den letzten acht Jahren. aber eigentlich seit 30 Jahren. Seit dem Anfang der Reagonomics, denn damit begann alles: Der Wahlsieg von Ronald Reagan 1980, der ein Sieg von Milton Friedman war, freie Märkte, freie Unternehmen- lasst die Wölfe los! Tut, was immer Euch gefällt! Als Resultat dieser Politik haben wir über 30 Jahre lang einen kontinuierlichen Verfall erlebt. Und die Leute haben immens darunter gelitten. Diese Politik war der Grund, warum ich vor 20 Jahren mit dem Film “Roger & Me” anfing. Denn meine Heimatstadt Flynt, Michigan war zusammengebrochen nach acht Jahren Regierung durch Ronald Reagan.
(Quelle: Telepolis)
Schlagwörter:Interview, Kino, Michael Moore
Töffte!
Ick find Mikes Kritik absolut berechtigt, wenn er auch leider ausgerechnet den Sozialismus mit seiner rigiden Meinungsdiktatur als “Alternative” auf den Sockel hebt. Sie ist es nicht, und der Bauchredner der Elitisten, Obama Grinseprinz schon gar nicht, wie der viel schärfere Alex Jones in seiner dramatischen Doku “The Obama Deception” klarmacht.
Die wahre Alternative zwischen Raubtier-/Casinokapitalismus und orwellschem Sozialismus ist der III. Weg:
Eine ECHTE Demokratie und Republik, die weder von handzahmen Marionetten der Bankster und Corporations dirigiert, noch von totalitären ebenso menschenverachtenden kommunistischen Cliquen diktiert wird, sondern SELBSTBESTIMMT vom Volk, d.h. endlich eine direkte, basisdemokratische Gesellschaftsordnung, die keine angeblichen “repräsentativen Vertreter” braucht, sondern sich selber praktisch und pragmatisch, nicht ideologisch, regiert.
Und zwar in Form von Runden Tischen und Räten, von der Kommunal bzw. Bezirksebene bis hin zur Landesebene.
Und keine 4jährigen Amtszeiten mehr, sondern regelmäßiger Austausch alle 2 Jahre, um Korruption und Festbeissen an Posten zu verhindern. Dazu ständige Kontrolle und Überwachung der effektiven Leistung dieser Vertreterräte durch eine Art “Geschworenengruppe” aus der Bevölkerungsquerschnitt, die sich jedes Jahr komplett neu zusammensetzt,so wie es in Gerichten erfolgreich gehandhabt wird. Es darf da niemand hinein,der nur Partiellinteressen vertritt, sondern wirklich unabhängig ist, also keine Religionen, keine Wirtschaftsverbände, keine Logen, keine Parteienvertreter, keine sonstigen Stiftungen, Institute und Sekten. Denn diese haben alle nur ihre egoistischen Interessen im Auge, nicht das Allgemeinwohl, was oberste Maxime einer gesunden glücklichen Gesellschaft sein sollte.
DARÜBER sollten wir in der Gesellschaft, in allen Blogs,im Fernsehen diskutieren, NICHT ob die Kappis oder Kommus die Besseren sind. Sind sie beide nicht, haben sie ja zur genüge die letzten 200 Jahre demonstriert, beide sind Versagersysteme, Auslaufmodelle, schädlich bis dorthinaus für den Großteil der Bevölkerung. Die Wahl zwischen diesen beiden ist also nichts anderes, als wenn man Plätze tauscht auf der Titanic, eine Wahl zwischen Pest und Cholera.
Die Alternative ist der 3.Weg, das Beste aus beiden überholten Systemen plus jede Menge Neuerungen in Richtung absolute Selbstbestimmung, statt unverschämte Tyrranei von oben.