Ich kann schlecht in Worte fassen wie sehr mir dieses Geschiss um Stuttgart 21 auf die Nerven geht. Nach den Wochen der Schlichtung hat sich der alte Mann (Heiner Geißler) Gedanken gemacht und seinen Homie MC Mappus de facto aus der Scheiße gehauen. Die Gegner machen das was sie am besten können: Das Maul aufreißen, den Stuttgarter Verkehr lahmlegen und rumnerven. Diese Hippies!
Nun, meine Empfehlung zum Schlichterspruch ist eigentlich ganz simpel und einfach in der Anwendung:

Meine Güte, was ist da gerade in Stuttgart los? Die sonst so braven Schwaben, einst politisch schwarz wie der Sarotti-Mohr, rennen den Grünen die Türen ein. Seit Monaten wird Montags am alten Bahnhof gegen den neuen Bahnhof demonstriert, die Diskussionen in den Parteien gehören gefühlt seit Jahrzehnten schon immer zum kommunalpolitischen Alltag. Der bisher stille, leise Protest explodiert auf einmal. Das passt aber auch wie Faust auf Auge zu unserer Gesellschaft im Allgemeinen und zum Schwaben im Besonderen. Gutes Timing sieht anders aus. Der Protest, in dieser Form wie er aktuell stattfindet, kommt schlicht und ergreifend zu spät. Um Jahre!
Die Abrissarbeiten laufen schon, und das ist auch gut so. Ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses Projekt auf die nächsten Jahre ein paar Dinge im Alltag nicht leichter oder schneller machen wird. Aber so sind Baustellen nun einmal (Tolles Argument, übrigens). Daran wird man sich gewöhnen müssen. Meinetwegen könnten der komplette alte Bahnhof abgerissen werden. Nur weil es alt ist, ist es nicht gleich schön. Der Stuttgarter Bahnhof ist wirklich nicht schön sehr hässlich. Sowohl innen, als auch außen. Daher ist es für mich schon aus rein ästhetischen Gründen nicht nachvollziehbar warum man gegen den neuen Bahnhof auf die Straße geht. Dazu kommt erschwerend: Es ist nur ein Bahnhof. Hier geht es ja nicht einmal um ein Atomkraftwerk, ein Endlager, oder ein Hochsicherheitsgefängnis mitten auf der Königsstraße. Das ist doch alles nichts lebensbedrohliches. Außerdem gibt es wichtigere Dinge als sich wegen einem Bahnhof(!) an Bäume zu ketten, oder mit Videokamera bewaffnet darauf zu warten, dass irgendein Polizist austickt und jemand eine abkriegt.
Die andere Seite ist natürlich, dass das Projekt 21 in seiner Ausführung und äußerst mangelhaften Kommunikation letztlich nur dieser eine Tropfen ist, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Wer jedoch sein ganzes Leben CDU wählt “weil man das eben so macht”, und plötzlich feststellen muss, dass die nur Scheiße bauen hat es nicht anders verdient. Von der SPD fange ich jetzt mal gar nicht an, die waren in der Sache nicht besser.
Die beste Lösung wäre ja ohnehin aus dem Kessel einen riesigen Baggersee zu machen. Es gibt sogar schon erste Entwürfe die mir exklusiv über Facebook zugespielt wurden. “Baggersee 21″:
Also, dass der Herr Bundesgesundheitsminister Rösler so richtig schön “Spass inne Backen” hat, das wissen wir ja nicht erst seit gestern (Hinweis: Hier der Artikel vom März 2010)! Aber das hier toppt quasi alles bisher dagewesene. Ich finde ja, er sollte komplett umsatteln. Quatsch Comedy Club statt Kabinett im Kanzleramt und Thomas Hermanns statt Guido Westerwelle vor der Nase (Haha).
Das is doch alles verkehrte Welt im Bundestag. CDU, CSU und FDP beschimpfen sich gegenseitig aufs kurioseste, beschließen größtenteils unsinniges Zeug und zerfetzen sich selbst. Die Opposition hält sich schön raus und guckt dem Biene Maja Haufen bei der Selbstzerfleischung zu.
Jetzt mal ehrlich, das ist doch bescheuert. Opposition hab ich mir dann doch anders vorgestellt.
Über diesen Artikel auf F!XMBR bin ich auf das Posterous Blog “Agenda 2013” gestoßen. Alle paar Tage ein neues lustiges Bildchen zur Lage der Nation. So wie das hier:

(Quelle: Agenda 2013)
Am 12.6. findet in Leonberg die nächste Landesdelegiertenkonferenz der SPD BaWü statt. Das große Thema: Gesellschaft 2.0. Christian hat sich die das Antragsbuch geschnappt und hier online gestellt.
Es ist gut, dass sich die SPD mit diesem Thema auch auf Landesebene beschäftigt und einen eigenen Entwurf für eine digitale Gesellschaft gestaltet. Dass ich dabei von einigen Genossen als Delegierter vorgeschlagen wurde hat mich natürlich sehr gefreut. Letztlich hat es bei der Wahl auf der letzten Kreiskonferenz nicht ganz gereicht, und so bin ich “nur” als Ersatzdelegierter vor Ort. Schade zwar, aber auch nicht weiter schlimm. So habe ich vielleicht ein bischen mehr Zeit um mit Netbook und Kamera bewaffnet die LDK unsicher zu machen.
Sehr interessant finde ich, was der werte Herr Nilzenburger da beim Weltfrieden über den Parteitag der Piratenpartei geschrieben hat. Außer Statusmeldungen auf Facebook und Twitter habe ich davon dieses Wochenende leider nicht mitbekommen. Eigentlich hatten mir die Informationen gereicht um einigermaßen den Überblick zu behalten was die Piraten da so treiben. Der Artikel beschreibt das trotzdem alles nochmal ein bischen genauer. Das Fazit ist nicht weniger als vernichtend. Aber lest selbst. Hier ein Ausschnitt:
Machen wir uns nix vor: Die Piratenpartei ist eine Jungspartei. Und ich kann jede Frau verstehen, die einen riesen Bogen um die macht. Da wird sich auf ziemlich tiefem Niveau beschimpft und so getan, als sei das ein demokratischer Prozess. Da spielen Jungs so eine Art Real-Life-WoW, wo man sich eben mit der ganzen Gruppe abstimmen muss. Und das ist jetzt kein hohles Klischee, weil Computer eben DAS Thema der Piraten sind, sondern genau so ist dieser Parteitag rübergekommen. Und wenn du mir nicht zuhörst, dann brüll ich dich eben an.
(Quelle, qlod.org/weltfrieden)
Nachtrag: Was Till zum Thema schreibt ist natürlich auch nicht falsch: Klick. (Danke für den Hinweis, Henning)
Seit knapp drei Jahren bin ich nun, nach erfolgreicher Ausbildung zum Fachinformatiker, beim Technischen Service der Deutschen Telekom beschäftigt und darf nun im Mai zum ersten Mal meine Stimme für unseren Betriebsrat abgeben. Eine Premiere alleine ist aber nicht genug. Man kann nämlich auch wählen. Bei der Listenaufstellung habe ich einen, für mich persönlich, ganz ordentlichen Platz auf der ver.di Liste ergattern können (Nr. 35 von 79 bei 21 Sitzen im Betriebsrat), und so langsam aber sicher geht es darum meinen Namen bekannt zu machen. Im direkten Umfeld ist das natürlich nicht unbedingt nötig, wird allerdings schwierig wenn man Kollegen in anderen Bereichen meiner Firma, der DTTS GmbH (Deutsche Telekom Technischer Service), erreichen will. Den größten Anteil bringt, im Vergleich zum Innendienst, unser Außendienst auf die Waage. Dort die Stimmen zu angeln wird für die nächsten Wochen wohl, neben meiner normalen Tätigkeit, mit eine der Hauptaufgaben werden.
Nun wurden heute die Infomaterialien verteilt in denen die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten kurz vorgestellt werden. Als Beweis, dass ich hier keinen Mist erzähle, habe ich die entsprechende Seite mit meinem Bildchen mal eingescannt und hier hochgeladen. Ein Klick auf das Vorschaubildchen bringt Euch zur großen Ansicht. Bitte sehr:
Gewählt wird in unserer Niederlassung also vom 18. bis 20. Mai. Bis dahin ist es also noch ein knapper Monat. Genug Zeit ist also noch vorhanden.
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