Auf netzpolitik.org ist gestern die zweite Kurzstudie zum Thema “Politik im Web 2.0 in Deutschland” erschienen.
Die zweite Ausgabe der quartalsweise erscheinenden quantitativen Kurzstudie “Politik im Web 2.0″ der Berliner newthinking communications GmbH zeigt es deutlich: der Wahlkampf hat im Internet noch nicht begonnen. Nach wie vor scheuen Spitzenpolitiker das Internet, die Parteizentralen entdecken nur langsam das Potenzial des Mediums für sich.
Kleine Experimente wie der Twitter-Account der Partei “Bündnis ‘90 /Die Grünen” und des SPD-Generalsekretärs Hubertus Heil sind jedoch Indizien für ein wachsendes Interesse. Ein besonderer Fokus der Kurzstudie in ihrer zweiten Ausgabe liegt daher auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter.
Die Studie zum Direktdownload als PDF gibt es hier.
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Seit ein paar Tagen haben Sarah Palin und Andrea Ypsilanti was gemeinsam: Sie wurden am Telefon verarscht. Was bei Frau Ypsilanti der falsche Münte war, ist nun bei Sarah Palin der falsche Franzose Sarkozy. Kann man sich wohl mal angucken!
Vor ein paar Wochen kam dieses Video online, in dem ein ganzer Haufen Hollywoodschauspieler den amerikanischen Erstwählern verklickern wollte, dass Wählen ziemlich uncool ist. Nun gibts die Antwort straight ahead unter der Regie von Steven Spielberg. Und, genau, mit einem Haufen Hollywoodschauspielern.
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Unser Lieblingspitbull (mit Lippenstift!) hat eine eigene Webseite spendiert bekommen. Total interaktiv und multimedial angehaucht darf man sich auf PalinAsPresident.com durch das Oval Office klicken. Auf jeden Fall solltet ihr das rote Telefon anklicken, auch wenn überall sonst davon abgeraten wird.
Sehr interessant was Google da nun in seinen E-Maildienst eingebaut hat. Die Funktion nennt sich Mail Goggles und scannt zu später Stunde am Wochenende, was der Nutzer denn da so schreibt, und ob das auch Sinn macht. Nun darf man gerne fragen was das denn soll. Der Nutzen für den User mag in manchen Fällen gegeben sein. Aber mal ehrlich Google, was wollt ihr denn noch alles scannen und speichern?
Google Mail kann mit den Mail Goggles künftig E-Mail-Verfasser vor dem Absenden peinlicher Texte schützen. Das Werkzeug ist nur in späten Abendstunden des Wochenendes aktiv – wenn die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass im alkoholisierten Zustand folgenschwere oder zumindest unangebrachte E-Mails versendet werden.
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Die Bundesregierung, und das Außenministerium haben seit kurzem zwei Internetportale für Kinder ins Netz gestellt. Auf www.regierenkapieren.de werden Deutschlands Nachwuchssurfer gleich von Tante Angie abgeholt, und mit einem Podcast empfangen. In einfachen Worten wird auf der Webseite erklärt was man denn so als Regierung macht, und ist sogar auf ein kleines Spielchen eingeladen . Ähnlich sieht es auf www.kinder.diplo.de aus. Da kommt der nette Onkel Frank-Walter ebenfalls in einem Video daher, und erklärt in einfachem Politsprech was man so als Außenminister alles zu tun hat.
Okay, mag vielleicht alles ein wenig sarkastisch klingen. Das macht aber nichts, da ich beide Seiten für eine tolle Sache halte. Ehrlich! Gut, zugegeben, ich würde mein Kind lieber beim Frank-Walter als bei Frau Merkel abgeben. Reinklicken darf man trotzdem!
Unter www.franz-muentefering.de ist seit kurzem die Onlinepräsenz des designierten Parteivorsitzenden der SPD abrufbar. Die Seite wird zwar redaktionell von einer Agentur betreut, die Texte selbst schreibt Münte aber selbst. Oder hat sie geschrieben. Inhaltlich hat die Seite von Aufsätzen, über Reden, bis hin zu Karikaturen, schon vom Start ab sehr viel zu bieten. Und macht einen guten Eindruck. Der Link ist ab sofort auch in der Blogroll hier zu finden.
(via, DerWesten.de)
Hier der aktuelle Trailer zum deutschen Blockbuster des Jahres. Aber darf man das überhaupt als Blockbuster bezeichnen? Mit einer Bruckheimer, oder Emmerich Produktion ist das natürlich in keinster Weise zu vergleichen. Und doch wird der Film als der deutsche Beitrag für die nächste Oscarverleihung gehandelt. Noch ist natürlich nichts entschieden, wäre jedoch sehr zu begrüßen. Noch erlaube ich mir kein Urteil über den Film. Anhand der Trailer behaupte ich einfach mal, das wird toll, das muss im Kino gesehen werden! Zumindest René von den Fünf Filmfreunden, dessen cineastische Urteile meist fundiert sind, ist begeistert.
“Was soll eigentlich dieses Twitter?”, habe ich mich schon vor ein paar Jahren gefragt, als der Dienst noch relativ neu war, und man das erste Mal davon gehört hat. Wurde dann meinerseits abgehakt. Ich war nicht unbedingt der Meinung, dass ich da auch noch mitmachen soll. Vor ein paar Wochen hab ich mich dann trotzdem angemeldet. Warum? Erklär ich gerne:
Zunächst für die Leser, die nicht wissen was Twitter eigentlich ist, eine kurze Erklärung. Twitter ist ein Dienst, mit dem man Kurznachrichten online stellen kann. Die Nachrichten erlauben eine Gesamtlänge von 140 Zeichen. Man kann anderen Nutzern folgen, und die Nutzer können die selbst eingestellten Nachrichten abonnieren. Quasi ein Mini-Blog mit integriertem Feedreader. Natürlich ist die Dichte an sinnbefreitem Alltagsgefasel sehr hoch, aber es gibt immer wieder interessante, und auch lustige Sachen zu entdecken. Zudem hat man die Möglichkeit den Dienst auch abseits des Browsers zu nutzen. Ob per Internet im Handy, Plugin im Instant Messenger, oder einfach per SMS. Die Fülle an Tools ist nahezu unerschöpflich.
Und eben eine dieser tollen Sachen, die man entdecken kann, waren die Tweets, so nennen sich die Kurznachrichten, von Hubertus Heil. Der Generalsekretär der SPD war auf dem Parteitag der Demokraten in Denver zu Gast, und hat per Twitter an seinen Erlebnissen teilhaben lassen. Und das wirklich tolle daran: Er hat selbst geschrieben, und auch selbst geantwortet wenn man eine Frage gestellt hat. Noch gibt es nicht viele Politiker, die sich an diesen neuen Trend hängen. Aber vor allem in Hinblick auf die anstehenden Wahlkampf nächstes Jahr hat sich durch Twitter ein neuer, innovativer, Kommunikationsweg eröffnet, den es zu nutzen gilt.
Das wirklich wichtige, in meinen Augen, ist jedoch, dass die Politik die neuen Medien auch selbst aktiv nutzt. Noch ist es nicht alltäglich, dass Politiker in sozialen Netzwerken wie meinVZ, oder MySpace auffindbar sind. Zumindest in Deutschland. Amerika ist auch hier wieder Vorreiter, und zeigt wo es im Internet langgeht. Auf Dauer, und zum ersten Mal nächstes Jahr, werden die Parteien um einen aktiven Wahlkampf im Internet nicht herumkommen. Eine gute Internetseite gehört ja mittlerweile zum guten Ton. Aber um wirklich viele Menschen erreichen zu können braucht es mehr. Dann gehört da eben der Twitteraccount vom Spitzenkandidat, und der Youtube Channel dazu.
Im übrigen: Wie man es falsch machen kann beweist die FDP gerade in Bayern. Misslungene Werbeplakate, und der falsche Slogan. So schafft man die 4,95% natürlich mit Gewalt.
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