Batman erklärt die Welt. Bei Spreeblick bin ich auf den Youtube Channel von Stevieb321 gestoßen, der sich die Mühe gemacht hat die alte Batman Serie mit Adam West zu durchstöbern und die skurrilsten und lustigsten Zitate zusammengeschnitten hat. Am besten gefällt mir die Zusammenstellung dieser Welterklärungsversuche des dynamischen Duos. Großartig!
(Direktschlaumeier, via Spreeblick)
Eben bin ich bei Robin auf den Artikel “In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?” von Peter Glaser gestoßen. Hochinteressant was der Mann da schreibt. Und das tolle ist: Es geht uns alle etwas an. Lesen! Zack Zack!
Mit am interessantesten in diesem sehr weit ausholenden Artikel fand ich eigentlich diese Stelle:
Zu den neuen Regeln gehört, dass wir mehr Positionen zulassen müssen als bisher. Die Lage ist komplex. Der Schiedsrichter bei einem Fußballspiel ist ein Inbild der alten Zeit. Er ist mit seiner singulären Sicht auf dem Spielfeld in einer wesentlich schlechteren Position als jeder Zuschauer vor dem Bildschirm. Der Schiedsrichter ist sozusagen aussichtslos. Er betrachtet die Welt immer noch von seinem vereinzelten Standpunkt aus, der einen heute angesichts der elektronischen Multiperspektive hoffnungslos ins Hintertreffen geraten läßt. In kritischen Situationen auf dem Spielfeld muß der Schiedsrichter aus seiner subjektiven Position heraus entscheiden, obwohl ihn eine beunruhigende Medien-Objektivität umgibt: Der träge Zuschauer auf dem Sofa sieht im Lauf der nächsten Sekunden die Situation aus unterschiedlichen Kamerapositionen, in Zeitlupe wiederholt, vielleicht noch grafisch verstärkt, und kann sich ein – dem Fußball angemessenes – rundes, ganzheitliches Bild machen.
(Quelle, Glaserei)
Elektrischer Reporter – Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf
Beim elektrischen Reporter geht es in der aktuellen Folge um Wahlkämpfe im Internet. Der Blick geht natürlich sehr stark in Richtung Amerika, speziell Barack Obamas Netzkampagne.
(via Robin)
Die Webseite des Bundesverbands der Jungsozialisten wurde gehackt. Wenn auch nicht so offensichtlich, aber man merkt dem Text der online gestellt wurde relativ schnell an, dass das nicht ernst gemeint sein kann. Hier ein Screenshot:

Die genauen Hintergründe sind momentan noch unklar. Ich vermute einfach einen dummen Scherz. Hier der Link zur manipulierten Seite.
Update: Der entsprechende Artikel wurde mittlerweile entfernt. Bei Jens Vogel findet man übrigens auch nochmal einen Screenshot von der entsprechenden Stelle.
Angeblich. Es ist mittlerweile eine offizielle Stellungnahme zu der studiVZ Sache eingetrudelt. Es war wohl alles nur ein Versehen und man bedauert den ganzen Vorfall. Dass ein schaler Nachgeschmack bleibt wird sich dadurch aber nicht aus der Welt schaffen lassen. In der Gruppe selbst hat sich Malte Cherdron, COO von studiVZ, zu Wort gemeldet um die Geschichte klarzustellen (via basicthinking).
Nils,
die Löschung der Gruppe war unser Fehler. Wir können da nur vielmals um Entschuldigung bitten. Wie das genau geschehen konnte, klären wir gerade noch. Wir tun alles dafür, dass sich so etwas nicht wiederholt.
In einigen Blogs ist der Verdacht geäußert worden, wir hätten etwas gegen die SPD. Das ist natürlich Unsinn. Politische Diskussionen gehören gerade in einem Wahljahr selbstverständlich zu einem sozialen Netzwerk dazu, und wir heißen euch und alle anderen demokratischen Parteien dabei herzlich willkommen.
Das alles hilft dir jetzt natürlich nur bedingt, weil die Gruppe nun mal gelöscht wurde. Ich würde mich freuen, wenn wir dazu kurz telefonieren könnten. Du erreichst mich unter xxxxxxx oder xxxxxxxxx.
Noch einmal: Diese Panne tut uns sehr leid, und wir entschuldigen uns ganz ausdrücklich dafür.
Viele Grüße
Malte–
Malte Cherdron
COO
studiVZ Ltd.
Ein weiteres Statement hat Christian Soeder per E-Mail erhalten und im SPD BaWü Blog ins Netz gestellt.
Unter dem Titel “Weshalb meine Schuhgröße im Netz steht”, hat Sascha Lobo im Tagesspiegel einen wirklich sehr guten Artikel veröffentlicht. Es geht um das Verhalten der Nutzer in der schönen neuen Netzwelt. Warum sich Menschen in sozialen Netzwerken anmelden, Blogs schreiben, twittern, das Internet als Kommunikationskanal nutzen und warum man so viele detaillierte persönliche Profile findet. Ein kurzer Ausriss:
Inzwischen hat sich die Internetgesellschaft, die Webciety, so weit entwickelt, dass man mehr braucht als ein abgenutztes Ironiesymbol, um seine Absichten, seine Meinung, seine Gedanken und damit seine Persönlichkeit auszudrücken. Zumal die Persönlichkeit auch eine tages- und minutenaktuelle Seite in sich trägt, etwa die momentane Stimmung oder die allgemeine emotionale Verfassung. Der stetige Strom der verschiedensten Inhalte, die ins Netz gestellt werden, erfüllt diese Funktion. Sie zeigen der Außenwelt, in welchen Kontext man den Verfasser stellen muss. Das Design des eigenen Weblogs oder der Profilseite entspricht der Kleidung, mit der man vergleichbare soziale Signale sendet. Ein Microblog wie Twitter (eine Art Internet-SMS an alle) oder die Statusmeldung im Social Network entspricht der Mimik und Gestik. Das Profilbildchen entspricht der Frisur (und wird interessanterweise häufig mit ähnlicher Frequenz verändert).
(Quelle: Tagesspiegel.de)
Im studiVZ gab es für längere Zeit eine ziemlich große und auch sehr aktive SPD-Gruppe. Diese wurde zu Anfang dieses Monats gelöscht (Mehr dazu im SPD2.0 Blog). Von wem die Löschung veranlasst wurde ist bis heute nicht bekannt. Kurz nachdem also die erste Gruppe verschwunden ist, wurde natürlich eine neue eingerichtet. Zur Verwunderung vieler ist auch diese Gruppe nun nicht mehr existent. Im Prinzip gibt es nur drei Möglichkeiten eine Gruppe zu löschen. Entweder der Gruppenbesitzer tut dies von sich aus, oder eben von den Betreibern. Die dritte Möglichkeit ist die, dass der Account des Erstellers gehackt wurde.
Bei beiden Löschungen ist dies aber nicht vom Gründer der Gruppe ausgegangen. Also bleibt nur eine Möglichkeit übrig: die Gruppe wurde von den studiVZ Betreibern entfernt. Aus welchen Gründen allerdings wissen wohl nur die Admins selbst. Eine offizielle Stellungnahme zu der Sache ist bis dato noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Das sollten sie allerdings schleunigst tun, andernfalls muss sich Holtzbrinck den Vorwurf der aktiven Zensur gefallen lassen. Seltsam auch, wie Jens Vogel im vorwärts Blog anmerkt, dass andere politische Gruppen bisher unangetastet blieben. Gut auch, dass sich Jörg Tauss in dieser Sache zu Wort gemeldet hat und sich um die Geschichte kümmert.
Seit gestern ist Kajo Wasserhövel, Bundesgeschäftsführer der SPD, auch auf Twitter vertreten. Kurz nachdem das bekannt wurde, ließen die ersten Unkenrufe nicht lange auf sich warten, und auf Homo Politicus erschien auch schon bald ein Artikel, der sich sehr kritisch mit Wasserhövels Account auseinandergesetzt hat. Es wurde bemängelt, dass nicht sofort zurück-gefollowed wurde und dass man es doch eigentlich erwarten könne Twitter kurz nach der ersten Anmeldung gleich zu verstehen. Da bin ich anderer Meinung. Anhand der wenigen Tweets die Kajo geschrieben hat lässt sich jetzt noch nicht die Qualität abschätzen die der Account einmal mit sich bringen wird.
Ich freue mich auf jeden Fall darüber, dass ein weiterer SPD-Politiker angefangen hat zu twittern. Das ist eine gute Sache.
Kajo, herzlich Willkommen bei Twitter!
Gestern Abend lief im RBB die Talkshow “3 nach 9″, moderiert von Amelie Fried und Giovanni di Lorenzo. Zu Gast war, u.a. neben Henryk M. Broder, auch Franziska Drohsel, die Bundesvorsitzende der Jusos. Den Ausschnitt von ihrem Part in der Sendung findet man jetzt schon auf den Seiten des RBB.
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