Das Netz hat ein neues Meme. Oder doch nicht? Ab wann ist ein Meme ein Meme? Das ZDF hat sich, Spreeblick berichtet, einen wirklich witzigen Fauxpas erlaubt. Anstatt “Phishing”, so bezeichnet man das “Fischen” nach Passwörtern (Exakt, das sind die Mails von euer Bank. Nicht.), verwendete man den Ausdruck “Fisting”. Frei nach Monty Python, “and now for something completely different.”. Herrlich. Aber seht selbst:
Was sich jetzt vielleicht sehr rücksichtslos im Titel anhört ist eigentlich nur halb so wild. Und eigentlich ist es ja auch kein Mashup. Inhaltlich dann aber irgendwie doch. Es geht um ein ziemlich gut gemachtes Video von collegehumor.com in dem sich 3 Stormtrooper in einer Bar an den Anschlag auf das WTC Angriff der Rebellen auf den ersten Todesstern erinnern. Die Jungs wundern sich wieso nach der langen Zeit Osama bin Laden Luke Skywalker immer noch nicht gefasst wurde, und trinken schließlich auf das Imperium und den neuen Todesstern. Grandios!
(DirektStar9/11Wars, via Nerdcore)
Deutschlands Blogger Elite, wenn man das denn so nennen kann, hat heute das Internet Manifest online gestellt. In 17 Thesen wird erklärt welche Vorteile, Veränderungen und Auswirkungen das Internet auf die bestehende Medienwelt hat. Das kann ich an dieser Stelle bedenkenlos unterschreiben.
1. Das Internet ist anders.
Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln – das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.
Die restlichen 16 Thesen gibt es nach dem nächsten Klick.
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Bei Carsten Drees auf zweipunktnull.org habe ich folgenden Clip gefunden, der nett animiert Bilanz zieht inwiefern Social Media an Bedeutung gewonnen hat. Man merkt dem Video zwar an, dass einiges auf die USA bezogen ist, lässt sich aber problemlos auf alles andere übertragen. Wirklich ein sehr schönes Beispiel dafür wieviel Macht im Netz steckt.
Das studiVZ, bzw. meinVZ für Nichtstudenten, hat sich in der Vergangenheit in Sachen Politik nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Das hat sich zum Glück jedoch geändert. Den Parteien bietet man nun seit geraumer Zeit eine weitere Plattform für den Wahlkampf zur Bundestagswahl in diesem Jahr. Verifizierte Politiker-, und Parteienprofile mit denen man sich vernetzen kann waren da bisher nur der Anfang. Im Prinzip sind das digitale Plakatwände für die Parteien. Aber dennoch begrüße ich die Politisierung des studiVZ. Mittlerweile kann man sein eigenes Profil auch mit einer kleinen zusätzlichen Grafik ausstatten, mit der Aufschrift “Meine Stimme zählt!”, und gleichzeitig der entsprechenden Gruppe beitreten. Ein zusätzlicher Raum für parteiübergreifende Diskussionen, persönliche Bekenntnisse und das Signal an alle, dass man politisch etwas bewegen kann. Das ist eine gute Sache.
Mal kurz was lustiges für Zwischendurch aus dem extra3 Podcast: Deutsch für Nazis als Telekolleg. (via netzpolitik.org)
(DirektNaziTelekolleg1, von extra3)
(DirektNaziTelekolleg2, von extra3)
würde man dieses Video hier in Bayern nennen. Und der Rest der Republik schmunzelt. Gefunden beim grünen Henning, der jodelnde Franz Josef Strauß:
Am letzten Wochenende fand in Berlin das Politcamp09, dem ich aus diversen Gründen leider nicht beiwohnen konnte, statt. Im Rahmen dieser als Barcamp konzipierten Veranstaltung konnte man die Session “Von blöden Bloggern und dummen Journalisten” von Dirk Baranek und Don Dahlmann statt. Der Mittschnitt ist nun seit einiger Zeit auf make.tv abrufbar, ebenso wie ein kurzes Interview mit Dirk Baranek.
Noch mehr Videos vom Politcamp09 sind ebenfalls auf make.tv zu finden. Die Aufbereitung des, aus meiner Sicht, verpassten Wochenendes kann beginnen.
(via dirk-baranek.de)
Den heutigen Freitag kann man durchaus als schwarzen Tag für das Internet bezeichnen. Es gibt zwei Dingeaufgrund derer der 17.4.2009 als Tag des Rückschritts in die Geschichte des (deutschen) Internets eingehen wird. Zum Einen wurden heute die Verträge zwischen BKA und verschiedenen Internet Providern unterschrieben, und die Jungs von der Piratenbucht wandern für ein Jahr in den Knast. Über Sinn und Unsinn von P2P Netzen, Urheberrecht, Kulturflatrates, in kann man sicher sehr sehr ausschweifend diskutieren. Ich bin aber der Meinung, dass hier die “alte Welt” wie wir sie kennen, sich gegen die Veränderungen zu wehren versucht die schon seit einigen Jahren im Gange sind. Dass dieses Urteil in keinster Weise die Probleme löst die nun einmal da sind, sollte jedem einleuchten.
Über die Überflüssigkeit der Sperrlisten die nun beschlossene Sache sind habe ich vor einer Weile schon gebloggt. Nun steht einer Zensur im deutschen Netz nichts mehr im Wege. Noch dazu sind diese Sperrlisten in so einer simplen Form umgehbar, dass es mich schmerzt zu wissen, dass die Leute die sich das ausgedacht haben wahrscheinlich um ein vielfaches mehr verdienen als jeder Durchschnittsinformatiker, der wirksamere Lösungen parat hätte. Und auch hier muss sich die Frage gestellt werden weshalb diese Seiten nicht einfach gleich aus dem Netz genommen werden, anstatt davor die Augen zu verschließen, wohl wissend dass die Inhalte aber immer noch im Netz stehen. Das ist an Absurdität nicht zu überbieten. Noch dazu weiß man über genug Vorfälle in denen diese Sperrlisten, die ja in einigen Ländern dieser Erde schon existieren, missbraucht wurden um andere unliebsame Webseiten auszusperren. Ob das nun politisch motivierte , oder Urheberrechtliche Gründe hat sei einmal dahingestellt. Es geht hier ums Prinzip. Und um nichts anderes.
In dem oben schon verlinkten Spiegel Online Artikel kommt auch Andy Müller-Maguhn, Sprecher des Chaos Computer Clubs, zu Wort:
Maguhn: “Dass man mit Sperrverfügungen und dem Ausblenden von problematischen Inhalten hier versucht, eine Lösung des Problems zu simulieren, ist bloßer Populismus. Es handelt sich um eine Täuschung der Öffentlichkeit mit dem Ziel der Errichtung einer Zensurinfrastruktur, die einer Demokratie unwürdig ist.”
(Quelle, SpiegelOnline)
Außerdem kann diesbezüglich den Gastbeitrag von Axel Kosse und Holger Bleich in der Netzwelt Rubrik, Redakteure der Fachzeitschrift c’t, mehr als empfehlen.
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