(DirektUtini, via @UsualRedAnt)
Das hier ist ein Clip einiger Jugendlicher aus Düsseldorf zum Thema Zivilcourage. Nett auch der thematische Link zu Star Wars, wobei die eigentliche Aussage natürlich auch ohne funktioniert hätte. Die Idee ist astrein umgesetzt, und optisch mehr als ansprechend aufbereitet. Find ich gut.
(DirektMadashell, via BinaryMentalist.com)
Ganz an die Rede aus “Der große Diktator” von Charlie Chaplin kommts zwar nicht ran, trotzdem kann und will ich die Szene aus dem Film “Network” nicht ungebloggt lassen. Fünf Minuten die man sich ruhig mal anschauen kann. Hier noch der Text zum mitlesen:
I don’t have to tell you things are bad. Everybody knows things are bad. It’s a depression. Everybody’s out of work or scared of losing their job. The dollar buys a nickel’s work, banks are going bust, shopkeepers keep a gun under the counter. Punks are running wild in the street and there’s nobody anywhere who seems to know what to do, and there’s no end to it. We know the air is unfit to breathe and our food is unfit to eat, and we sit watching our TV’s while some local newscaster tells us that today we had fifteen homicides and sixty-three violent crimes, as if that’s the way it’s supposed to be. We know things are bad – worse than bad. They’re crazy. It’s like everything everywhere is going crazy, so we don’t go out anymore. We sit in the house, and slowly the world we are living in is getting smaller, and all we say is, ‘Please, at least leave us alone in our living rooms. Let me have my toaster and my TV and my steel-belted radials and I won’t say anything. Just leave us alone.’ Well, I’m not gonna leave you alone. I want you to get mad! I don’t want you to protest. I don’t want you to riot – I don’t want you to write to your congressman because I wouldn’t know what to tell you to write. I don’t know what to do about the depression and the inflation and the Russians and the crime in the street. All I know is that first you’ve got to get mad.
You’ve got to say, ‘I’m a HUMAN BEING, Goddamnit! My life has VALUE!’ So I want you to get up now. I want all of you to get up out of your chairs. I want you to get up right now and go to the window. Open it, and stick your head out, and yell, ‘I’M AS MAD AS HELL, AND I’M NOT GOING TO TAKE THIS ANYMORE!’
I want you to get up right now, sit up, go to your windows, open them and stick your head out and yell – ‘I’m as mad as hell and I’m not going to take this anymore!’ Things have got to change. But first, you’ve gotta get mad!… You’ve got to say, ‘I’m as mad as hell, and I’m not going to take this anymore!’ Then we’ll figure out what to do about the depression and the inflation and the oil crisis. But first get up out of your chairs, open the window, stick your head out, and yell, and say it:
Howard Beale: [screaming at the top of his lungs] “I’M AS MAD AS HELL, AND I’M NOT GOING TO TAKE THIS ANYMORE!”
Wer sich in den letzten Jahren ein wenig mit der digitalen Revolution des Musikmarktes durch das MP3 Format beschäftigt hat, der merkt schnell wie unfähig die Musikindustrie doch ist technische Veränderungen zum eigenen Vorteil zu nutzen. Dieses Phänomen ist aber nicht neu, sondern existiert schon sehr lange. Vor über 30 Jahren wurde das schon im Spiegel artikuliert. Zitat:
Fast unbegrenzt kann die “MusiCasssette” (so die Branchen-Schreibweise) bespielt werden — mit bis zu zwei Stunden Spieldauer pro Band. Und die Musik kommt aus der Luft. Ein Knopfdruck am Radio-Recorder, und schon ist ein Schlager aus dem Äther auf der Kassette für lange verfügbar. Ein Klang-Supermarkt zum Nulltarif: Leichter war das Mitsehneiden noch nie. Schon werden Recorder angeboten, die bei kommentierten Musiksendungen im Funk die Moderation für die Kassette automatisch ausblenden.
In westdeutschen Schulklassen ist es zur Regel geworden, nur noch eine einzige Platte zu kaufen, die sämtliche Schüler kopieren. In Tageszeitungen bieten Recorder-Amateure bereits an, jedwede Kassetten-Überspielung gegen geringes Entgelt vorzunehmen.
(Quelle, spiegel.de, via nerdcore.de)
Damals hiess der Feind nicht MP3, sondern Kassette. In den Siebziger Jahren wurde bereits an Störsignalen im Rundfunk gearbeitet um die private Kopie zu unterbinden, und den Nutzern das Leben schwer zu machen. Dass das genauso ein Schuss in den Ofen war wie heutzutage das digitale Rechtemanagement, brauche ich nicht zu erwähnen.
Der einzige Unterschied zu damals ist, dass die Kunden in diesen Tagen nicht nur mit technischen Schranken gegängelt werden, sondern Abmahnanwälte und Rechtsverdreher für die Musikindustrie ihr Unwesen treiben und so weit gehen gleich ganze Familien in den Ruin zu treiben.
Aber der Sex angeblich mies. Wegen Beatmusik. Alles klar? Gut.
(DirektmieserSex, via nerdcore.de)
In dem Artikel Was haben wir eigentlich früher gemacht, ohne Internet? hat sich Besim im Netplanet-Blog ein paar Gedanken darüber gemacht, wie das denn damals so war. Ganz ohne Internet. Wie haben wir früher Musik und Bücher gekauft, und wie sind wir altes Gerümpel losgeworden? Seiner Aufforderung komme ich natürlich gerne nach und will zusammenfassen wie das denn bei mir so war. Ich habe lange überlegt ob ich eine ähnliche Auflistung machen soll oder nicht. Letztendlich ist in vielen Bereichen, die Besim kategorisiert hat, eigentlich alles gleich geblieben. Informationen holte man sich direkt beim Händler, Fachzeitschriften, Freunde, oder ganz simpel aus den Katalogen.
Man hat sich CDs gekauft, oder ausgeliehen, und hatte eine lustige funkelnde Scheibe in der Hand. Ganz selten kam ich auch in den Genuss mal die ein oder andere Schallplatte anzuhören. Die Datenträger waren selbstredend alle gekauft, und trotzdem wurde kopiert, was das Zeug hält. Nur eben nicht digital, sondern analog. Auf Kassetten. Daher war wohl meine Sammlung an selbstbeschrifteten Kassetten auch größer als die Anzahl der CDs in meinem Regal. Wenn Musik gekauft wurde, dann sehr unspannend in den entsprechenden Musikabteilungen der örtlichen MediaMarkt und Müller Filialen. Einen speziellen Laden gab es bei uns auf dem Land nicht. Leider. Auch mein Bücherkonsum wurde zumeist von den örtlichen Buchhandlungen bedient, oder durch Bestellungen vom Bücherbund. Informationen über die Bücher hat man sich damals, und wie heute auch noch. Bei Klamotten sah das nicht anders aus und hat sich bei mir bis heute auch nicht groß geändert. Ich gehe lieber in ein Geschäft, probiere ein paar Sachen an und schaue obs passt. Das hin- und herschicken ist mir da irgendwie zu aufwendig.
Computer und Einzelteile gabs, inklusive guter Beratung, bei einem lokalen PC-Händler. Zur Zeit meines ersten PCs hatte ich ehrlich gesagt auch noch nicht soviel Ahnung was letztlich gut war, und was nicht. Als zusätzliche Informationsquelle hat mir da der Hardware Teil der Gamestar geholfen. Die Phase dauerte auch nicht wirklich lange. Schätzungsweise 2-3 Jahre, dann gabs bei mir auch einen DSL Anschluss und man hat günstigere Anbieter im Netz gefunden. Ausrangierte Teile wurden da zumeist entweder weggeschmissen, nochmals anderweitig verwendet, oder innerhalb des Freundeskreises oder der Familie weitergegeben. Ein Leben ohne Wikipedia kann man sich heutzutage ja kaum noch vorstellen, aber tatsächlich habe ich es in meiner Schulzeit auch geschafft Referate nur mit Büchern und Lexika der analogen Art vorzubereiten. Easy as simple.
Vieles von dem was wir früher ohne Internet gemacht haben, läuft heutzutage eigentlich noch genauso. Zumindest ist das so mein Eindruck, wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umschaue. Noch habe ich das Gefühl, das von sehr vielen Menschen das Internet nur sehr rudimentär genutzt wird. Hier ein bischen eBay, dort kurz eine Runde Facebook, oder mal ein Onlinespielchen. Mehr scheint es aber für die Masse noch nicht zu geben. Da beschleicht einen manchmal das Gefühl sich in einer Blase zu befinden, mit ein paar anderen die das ähnlich sehen wie man selbst, aber die meisten anderen interessiert das kaum, oder es wird nicht verstanden was man denn da so treibt. So wundert es mich auch kaum, dass z.B. Blogs noch nicht den Stellenwert in Deutschland haben, welcher sich in den USA schon seit einigen Jahren etabliert hat.
Ich muss mich mal kurz auskotzen. Geht auch ganz schnell. Ist es nicht unglaublich wie unbelehrbar, ignorant und borniert diese Landeier sind, wenn sie die Großstadt unsicher (das meine ich wirklich so!) machen? Auf der Rolltreppe am Bahnhof hat man verdammt nochmal rechts zu stehen, um links die Leute vorbei zu lassen, die es eilig haben. Ungeschriebenes Gesetz. Heute stand so eine blöde Dorfschnepfe vor mir, und hat es partout nicht kapieren wollen, weshalb sie auf einer Strecke von 30 Metern Rolltreppe 5mal Platz machen musste. Jedes Mal ein dummes Gesicht dazu, und wieder stellt man sich links hin. Großstadtführerschein heisst das Zauberwort.
Und egal ob S-Bahn, Regio, oder ICE. Es gibt immer Leute die sich, kaum dass sich die Türen einen Spalt geöffnet haben, gleich sofort reinpressen wollen. Da kommt mir regelmäßig die Galle hoch. Liebe Leut’, seid ihr so bescheuert?
Verzeiht für dieses Stuttgart-Blog-Niveau, aber das musste raus. Danke.
Liegt in diesem Jahr auf einem Samstag. Das ist sicherlich schon öfter passiert und wird auch weiterhin passieren. Soweit so ungewöhnlich. Da nun der dritte Oktober in Deutschland aber ein Feiertag ist, konnte man heute in so ziemlich jedem Supermarkt wieder Szenen erleben die in Ansätzen erahnen lassen wie es wohl zuginge wenn morgen der Russe kommen würde. Ist natürlich quatsch, weil der Russe so gesehen ja nichts mehr von uns will, und ein Krieg auch so weit von uns weg ist, wie gesetzliche Krankenkassen in den USA. Noch dazu kommt hier in Baden-Württembergs kleiner verträumten Landeshauptstadt das Cannstatter Volksfest, welches die Lage in den umliegenden Supermärkten kurz vor Ladenschluss noch beinahe eskalieren liess. Was ich nun eigentlich sagen will:
Feiertage an Samstagen sind absolut scheiße. Und die sind noch viel scheißer, wenn die einzige Möglichkeit sich mit Nahrungsmitteln für 2 Tage zu versorgen im Zeitraum zwischen 21 und 22 Uhr liegt. So. Musste raus. Klassenkampf am Schnapsregal.
Aber zurück zum dritten Oktober. Das was ganz ganz ganz ganz früher “Osterweiterung” genannt wurde, passierte 1990 an genau diesem Tag. Die von der CDU und der Bild Zeitung nennen das als “Tag der Deutschen Einheit”, und feiern ein Fallobst als Kanzler der Selbigen (Achtung, Amazon Link. Dafür bekomme ich aber kein Geld. Wollt ich nur gesagt haben.). Die DDR hieß fortan nicht mehr DDR sondern “Neue Bundesländer”. So wie Raider irgendwann auf einmal Twix hieß. Anderer Name, gleicher Inhalt.
Mit dem dritten Oktober als neuem Tag der Einheit bin ich nie wirklich warm geworden. Bis zum Jahr 1990 gab es einen anderen Tag der fast genauso hieß. Der einzige Unterschied war das “d”, das vorher klein geschrieben wurde, und nun eben groß. Das war der 17. Juni. An diesem Tag gedachte man seit jeher den Arbeiteraufständen aus dem Jahr 1953 in der Zone, und zeigte sich somit höchst offiziell solidarisch mit dem Volk hinter der Mauer. Dieser Feiertag wurde im Jahr der Wende zum letzten Mal begangen, und es war somit auch das erste und gleichzeitig letzte Jahr an dem ich an meinem Geburtstag schulfrei bekam. Das war was schönes. Den 17. Juni als Feiertag vermisse ich bis heute, mittlerweile mittem im Berufsleben, noch sehr schmerzlich.
Also. Dritter Oktober. Tag der Deutschen Einheit. Hurra, Hurra. Damals bin ich gerade mit 7 Jahren in die 2. Klasse gekommen, meine Erinnerungen sind also nur noch sehr dunkel. An was ich mich aber noch sehr gut erinnern kann ist, dass es da diesen Mann gab, der mit einer blinkenden Lederjacke die Mauer eingerissen hat. Zumindest gibt er sich heute die Schuld daran. Oder glaubt es zumindest. So ganz scheint das nicht aufgeklärt zu sein. Aber dieses Bild werde ich wohl nie vergessen, und wird, so bekloppt das auch erscheinen mag, auf ewig für mich mit dem Tag verbunden sein, der mir meinen Feiertag geklaut hat (Obwohl dieses Bild selbst erst später an Sylvester entstand). Der Mann mit der blinkenden Lederjacke vor den Resten der Berliner Mauer.
Dieses Video ging heute durch die Blogs und wurde teilweise auch leicht bespöttelnd kommentiert. Über “The Aufschwung is da” kann man sich auch super lustig machen. Keine Frage. Im Prinzip hat er leider Recht. Ein ARD Korrespondend beispielsweise wäre in England mit einer Frage auf Deutsch ebenfalls zurecht gewiesen worden. Plumper Vergleich, entspricht aber den Tatsachen.
Bei der Einladung zum Tee am Ende darf man aber trotzdem die Gesichtspalme zücken. Da hat er den Einstieg als künftiger Bundesaußenminister ziemlich verkackt. Hätte er wenigstens Bier angeboten, … ;-)

Die Mitte stärken – Das Deutschlandprogramm 2009
Freiheit, Verantwortung für sich selbst und für seine Mitmenschen, Liberales baut auf die Kreativität, das Mitdenken und engagierte Handeln des Einzelnen und stellt sich gegen staatliches Misstrauen und Bevormundung.
Keine Angst vor eigenem verantwortlichen Handeln – Verantwortung hat für mich etwas mit Anständigkeit zu tun…und wer will nicht anständig sein??? Mit diesem Gedanken könnte man die Spreu vom Weizen trennen…
You have the choice to change !!!
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