Zur Abwechslung kommt sowas mal nicht von Nerdcore, sondern vom Herren Lumma. Das hat mir jetzt den Tag versüßt. Herrlich!
In dem Artikel Was haben wir eigentlich früher gemacht, ohne Internet? hat sich Besim im Netplanet-Blog ein paar Gedanken darüber gemacht, wie das denn damals so war. Ganz ohne Internet. Wie haben wir früher Musik und Bücher gekauft, und wie sind wir altes Gerümpel losgeworden? Seiner Aufforderung komme ich natürlich gerne nach und will zusammenfassen wie das denn bei mir so war. Ich habe lange überlegt ob ich eine ähnliche Auflistung machen soll oder nicht. Letztendlich ist in vielen Bereichen, die Besim kategorisiert hat, eigentlich alles gleich geblieben. Informationen holte man sich direkt beim Händler, Fachzeitschriften, Freunde, oder ganz simpel aus den Katalogen.
Man hat sich CDs gekauft, oder ausgeliehen, und hatte eine lustige funkelnde Scheibe in der Hand. Ganz selten kam ich auch in den Genuss mal die ein oder andere Schallplatte anzuhören. Die Datenträger waren selbstredend alle gekauft, und trotzdem wurde kopiert, was das Zeug hält. Nur eben nicht digital, sondern analog. Auf Kassetten. Daher war wohl meine Sammlung an selbstbeschrifteten Kassetten auch größer als die Anzahl der CDs in meinem Regal. Wenn Musik gekauft wurde, dann sehr unspannend in den entsprechenden Musikabteilungen der örtlichen MediaMarkt und Müller Filialen. Einen speziellen Laden gab es bei uns auf dem Land nicht. Leider. Auch mein Bücherkonsum wurde zumeist von den örtlichen Buchhandlungen bedient, oder durch Bestellungen vom Bücherbund. Informationen über die Bücher hat man sich damals, und wie heute auch noch. Bei Klamotten sah das nicht anders aus und hat sich bei mir bis heute auch nicht groß geändert. Ich gehe lieber in ein Geschäft, probiere ein paar Sachen an und schaue obs passt. Das hin- und herschicken ist mir da irgendwie zu aufwendig.
Computer und Einzelteile gabs, inklusive guter Beratung, bei einem lokalen PC-Händler. Zur Zeit meines ersten PCs hatte ich ehrlich gesagt auch noch nicht soviel Ahnung was letztlich gut war, und was nicht. Als zusätzliche Informationsquelle hat mir da der Hardware Teil der Gamestar geholfen. Die Phase dauerte auch nicht wirklich lange. Schätzungsweise 2-3 Jahre, dann gabs bei mir auch einen DSL Anschluss und man hat günstigere Anbieter im Netz gefunden. Ausrangierte Teile wurden da zumeist entweder weggeschmissen, nochmals anderweitig verwendet, oder innerhalb des Freundeskreises oder der Familie weitergegeben. Ein Leben ohne Wikipedia kann man sich heutzutage ja kaum noch vorstellen, aber tatsächlich habe ich es in meiner Schulzeit auch geschafft Referate nur mit Büchern und Lexika der analogen Art vorzubereiten. Easy as simple.
Vieles von dem was wir früher ohne Internet gemacht haben, läuft heutzutage eigentlich noch genauso. Zumindest ist das so mein Eindruck, wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umschaue. Noch habe ich das Gefühl, das von sehr vielen Menschen das Internet nur sehr rudimentär genutzt wird. Hier ein bischen eBay, dort kurz eine Runde Facebook, oder mal ein Onlinespielchen. Mehr scheint es aber für die Masse noch nicht zu geben. Da beschleicht einen manchmal das Gefühl sich in einer Blase zu befinden, mit ein paar anderen die das ähnlich sehen wie man selbst, aber die meisten anderen interessiert das kaum, oder es wird nicht verstanden was man denn da so treibt. So wundert es mich auch kaum, dass z.B. Blogs noch nicht den Stellenwert in Deutschland haben, welcher sich in den USA schon seit einigen Jahren etabliert hat.
Das Magazin Cicero hat sich den René von nerdcore.de, eines der größten Blogs in Deutschland, zum Interview eingeladen. Es geht um Nerds, Underground, das Internet an sich, und das Bloggen selbst:
Kulturmagazine, Hitparaden, Musiksender, all diese Institutionen spielen im Zeitalter der digitalen Revolution auch im kulturellen Mainstream keine Rolle mehr. Wer übernimmt sie in Zukunft? Die Nerds?
Na ja, es wird ja immer gesagt, die Blogs würden die Gatekeeper-Funktion des klassischen Journalismus beenden. Das ist teilweise so. Das Internet ist eine disruptive Technologie, es rüttelt an den Grundfesten unserer Gesellschaft und vor allem an Geschäftsmodellen. Und das Gatekeeping verschiebt sich eben weg von den Professionellen, hin zu Leuten die Sachen lieben und sich deshalb im Netz damit beschäftigen. Von der Wirtschaftskrise habe ich beispielsweise ein gutes halbes Jahr, bevor sie in „den Medien“ Thema wurde, aus Blogs erfahren.
(Quelle: cicero.de)
In den Kommentaren auf nerdcore.de selbst darf weiter diskutiert werden. Aber hier natürlich auch.
Es geht um Browsergames. Davon gibt es mittlerweile ziemlich viele. Einige sehr gute und natürlich auch viel Mist. So ziemlich jedes Genre ist da vertreten, ob Gangster Epos, Weltraumschlachten, Piraten, Mittelalter, und Aufbausimulationen. Die Settings mögen unterschiedlich sein, das Spielprinzip bei den alteingesessenen Angeboten ähnelt sich jedoch sehr stark. Mir fallen spontan nur 2 Spiele ein, die aus diesem Standardbrei hervor stechen. Da ist einmal das Google Maps Monopoly, und eRepublik*. Um zweiteres soll es nun gehen.
Vor ein paar Monaten bekam ich von einem Kollegen die Empfehlung dieses Browsergame mal auszuprobieren. Das tolle an eRepublik ist, dass es eigentlich kein bestimmtes Setting, oder Genre bedient, sondern die Realität als Grundlage nimmt. Man meldet sich also dort an, und die Spielfigur hat zunächst die Aufgabe arbeiten zu gehen, und beim Militär zu dienen. Vorher wählt man noch ein Land und eine Region aus, in der man ansässig sein möchte. Das ist am Anfang nicht sonderlich spannend. Man muss also am Ball bleiben um weiter an dieser Welt zu partizipieren. Das kann man auf unterschiedliche Art und Weise tun. Ob politisch, wirtschaftlich, journalistisch, oder militärisch, das Spiel bietet alle Freiheit.
Bisher habe ich einfach drauf los gespielt, fleißig gearbeitet und an dem ein oder anderen Trainingskrieg teilgenommen. Trainingskrieg? Korrekt. Um die militärischen Attribute zu steigern werden ab und an, neben den “echten” Konflikten, solche Kriege veranstaltet. Wenn man daran teilnimmt hat man danach die Möglichkeit sich heilen zu lassen. Kostenlos. Kostenlos deswegen, da der normale Heilungsprozess nur mit Gold gekauft werden kann. Gold gibt es im Spiel zusätzlich zur normalen Währung, und kann mit harten Euros erworben werden. Alles andere regelt das Wirtschaftssystem im Spiel selbst.
Man geht also arbeiten, verdient Geld, kauft sich Essen, Waffen, Geschenke. Es gibt aber noch viel mehr was auf dem Marktplatz erworben werden kann, um sein Alter Ego am Leben zu erhalten. Ab einem gewissen Level kann man dann sogar seine eigene Firma gründen und so zusätzlich Geld verdienen. Oder man steigt in die Politik ein, lässt sich in den Kongress wählen, übernimmt den Parteivorsitz, oder lässt sich zum Landespräsidenten wählen. Es ist alles möglich. Parallel zu der eigentlich Webseite existieren, je nach Partei und Land, noch eigene interne Foren in denen sich die Parteimitglieder austauschen, informieren und absprechen. Ich habe mir im Spiel, wie im echten Leben, die SPeD ausgesucht. “eD” deshalb weil im Spiel die Länder natürlich nur elektronisch existieren. Deutschland wird demnach als “eDeutschland” bezeichnet, und das spiegelt sich dann eben auch im Namen der Partei wieder. Neben der SPeD gibt es noch eine Reihe anderer Parteien die sich inhaltlich an existierende, reale, Parteien angelehnt haben, aber doch eigene Namen haben. In eDeutschland gibt es da also noch die Open Minded Germany, die Freie Deutsche Demokratische Partei und die Patriotische Partei. Da sollte im Endeffekt für jeden was dabei sein.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Journalismus. Es ist jedem möglich ein sogenanntes Journal, ähnlich eines Blogs, zu eröffnen und seine Gedanken, Ideen, etc. in eRepublik herein zu tragen. Diese Journale kann man als Mitspieler abonnieren und sorgt damit dafür, dass der Herausgeber mit zusätzlichen Einnahmen rechnen kann.
Dieses Browsergame, dass sich selbst als “Massive Online Social Strategy Game” bezeichnet, hat mittlerweile seit zwei Jahren regen Zulauf und wächst und gedeiht. Es gibt viel zu entdecken. Ich kann nur jedem, der eine gewisse Affinität Browserspielchen gegenüber besitzt, empfehlen sich das Spiel einmal anzuschauen. Hier geht es weiter zu eRepublik*.
* Das ist ein Referrer Link, den ich zur Mitgliederwerbung verwenden kann. Das ist nichts schlimmes und tut keinem weh.
Der Herr Vater und Ich wollen hier demnächst einen Podcast starten. Was man erwarten kann, ist ein Gespräch zwischen Vater und Sohn, die zwei unterschiedlichen Parteien angehören und sich über Gott und die Welt Gedanken machen. Derzeit befinden wir uns noch in der Konzeption und beschäftigen uns mit einigen Fragen rund um das Thema Podcast. Wie lange soll der Podcast dauern? Sind 20 Minuten zuviel? Oder vielleicht doch ein wenig länger? Dann fragen wir uns auch, inwiefern wir uns thematisch einschränken sollen. Mehr Improvisation, oder beim roten Faden bleiben? Um den technischen Firlefanz mache ich mir da noch am wenigsten Gedanken. Für uns wäre an dieser Stelle interessant, was unsere potenziellen Hörer als massiv störend, bzw. unattraktiv finden würden, ginge der erste Podcast online. Schreibt uns einen Kommentar! Wir freuen uns über jeden Vorschlag.
Die neue Sixtus vs. Lobo Folge ist super geworden. Und so realitätsnah. Wie schaffen die beiden das nur immer? Wer in den Kommentaren “Erster!!1″ schreibt hat nen Bier gut bei mir.
Ab sofort können die Kommentare die hier erscheinen auch per E-Mail abonniert werden. Diese Funktion hat mir im Blog bisher noch gefehlt. Vielen Dank an Jan für den Tipp zum Plugin. Unter der Haube werkelt nun die Erweiterung “Subscribe To “Double-Opt-In” Comments”. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, habe ich mich für eine Lösung mit Opt-In Verfahren entschieden. So kommt erst eine E-Mail mit der Frage ob man auch wirklich die Kommentare abonnieren möchte, bevor weitere Kommentare in eurem Postfach landen. Umständlicher als gewollt, aber es funktioniert.
Es ist herrlich zuzusehen wie sich die halbe Welt über das jamaikanische Experiment im Saarland aufregt und echauffiert. Aber mal ehrlich. Das Saarland? So what!?
Das Netz hat ein neues Meme. Oder doch nicht? Ab wann ist ein Meme ein Meme? Das ZDF hat sich, Spreeblick berichtet, einen wirklich witzigen Fauxpas erlaubt. Anstatt “Phishing”, so bezeichnet man das “Fischen” nach Passwörtern (Exakt, das sind die Mails von euer Bank. Nicht.), verwendete man den Ausdruck “Fisting”. Frei nach Monty Python, “and now for something completely different.”. Herrlich. Aber seht selbst:
Ich muss mich mal kurz auskotzen. Geht auch ganz schnell. Ist es nicht unglaublich wie unbelehrbar, ignorant und borniert diese Landeier sind, wenn sie die Großstadt unsicher (das meine ich wirklich so!) machen? Auf der Rolltreppe am Bahnhof hat man verdammt nochmal rechts zu stehen, um links die Leute vorbei zu lassen, die es eilig haben. Ungeschriebenes Gesetz. Heute stand so eine blöde Dorfschnepfe vor mir, und hat es partout nicht kapieren wollen, weshalb sie auf einer Strecke von 30 Metern Rolltreppe 5mal Platz machen musste. Jedes Mal ein dummes Gesicht dazu, und wieder stellt man sich links hin. Großstadtführerschein heisst das Zauberwort.
Und egal ob S-Bahn, Regio, oder ICE. Es gibt immer Leute die sich, kaum dass sich die Türen einen Spalt geöffnet haben, gleich sofort reinpressen wollen. Da kommt mir regelmäßig die Galle hoch. Liebe Leut’, seid ihr so bescheuert?
Verzeiht für dieses Stuttgart-Blog-Niveau, aber das musste raus. Danke.
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