
Am Donnerstag, den 6. November ab 20 Uhr im zwölfzehn veranstalten die Jusos aus Stuttgart die Red Lounge. Das Thema des Abends wird sein: „Meine Arbeit der Zukunft“. Als Podiumsgäste werden der ehemalige JusoBundesvorsitzende Björn Böhning und die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Ute Kumpf. Eingeladen ist jeder der Spaß an politischen Diskussionen hat!
Einladung zur Red Lounge (PDF)
Auf Phoenix lief gestern Abend die Sendung “Unter den Linden”, mit Heiner Geißler (CDU), und Prof. Michael Hüther, seines Zeichens Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. Thema des Abends: “Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Systemkrise – Brauchen wir ein neues Gesellschaftsmodell?”
Ich breche ja wirklich nur sehr ungerne eine Lanze für CDU Politiker, aber der Auftritt Geißlers gestern Abend hat mir wirklich gefallen. Okay, man hätte dem Herrn Hüther auch ein kleines süßes Äffchen gegnüber setzen können, es hätte mir eher imponiert als dessen Lobeshymnen auf den Neoliberalismus.
Und dass auch jeder meiner Leser weiß worum es geht, verweise ich an dieser Stelle auf phoenix.de. Dort kann man sich die gestrige Sendung nochmal als Stream nachträglich anschauen.
Letzten Samstag fand der Sonderparteitag der SPD statt. Franz Müntefering wurde als neuer alter Parteivorsitzender gewählt, und Frank Walter Steinmeier zum Kanzlerkandidaten gekürt. Nun sind die Reden des Parteitags im Youtube Channel der SPD online. Den ersten Teil der Rede Steinmeiers (Die komplette Rede im Wortlaut) gibt es in diesem Artikel, die restlichen beiden Teile finden sich hier. Eine sehr ausführliche Bildergalerie des Parteitages findet sich übrigens bei flickr.
Dieser Parteitag, und seine Entscheidungen, war ein guter und wichtiger Schritt im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl. An der Sozialdemokratie kann und wird kein Weg vorbeiführen! Glück Auf!
Gestern entdeckt, und heute im Blog. Die beiden Bundesvorsitzenden der Jusos und der Jungen Union, Franziska Drohsel und Philipp Mißfelder, im Gespräch. Arrangiert wurde das Treffen von dem Magazin Cicero. In sieben Teilen legen beide Junpolitiker ihre Meinung zu Themen wie Familie, Glauben, Soziale Gerechtigkeit dar. Das erste Video gleich hier, die restlichen sechs gibt es in der Vollansicht dieses Artikels zu sehen. Oder direkt im Youtube Kanal des Cicero. An dieser Stelle auch danke an Julia Seeliger, die mich via Twitter auf dieses Interview aufmerksam gemacht hat!

Unser Lieblingspitbull (mit Lippenstift!) hat eine eigene Webseite spendiert bekommen. Total interaktiv und multimedial angehaucht darf man sich auf PalinAsPresident.com durch das Oval Office klicken. Auf jeden Fall solltet ihr das rote Telefon anklicken, auch wenn überall sonst davon abgeraten wird.
Es ist schon eine Weile her, dass ich mit Jeremy Rifkin konfrontiert worden bin. Ich kann mich noch gut an ein Interview aus der Stuttgarter Zeitung mit ihm erinnern, dass im Deutschunterricht in der Berufsschule mal durchgenommen wurde. Den Namen hatte ich natürlich ein paar Tage wieder vergessen, aber Rifkins Thesen und Kernaussage hat mich fasziniert. Einige Zeit später, eher durch Zufall, stieß ich eben wieder auf jenes Interview der Stuttgarter Zeitung. Das ist nun zwar alles schon ein bischen älter, verliert meiner Meinung nach nicht an Brisanz. Im Gegenteil.
Ich halte Rifkins Thesen für hochinteressant. Die Kernaussage seines Buches “Das Ende der Arbeit”, aus dem Jahr 1995, beschreibt eine Gesellschaft in der Arbeit neu definiert wird. Arbeitsplätze in der Industrie verschwinden jetzt schon zusehends, und die Wirtschaft im Gesamten bewegt sich in eine Richtung die nur noch Arbeitsplätze für speziell ausgebildete Fachkräfte benötigt. In allen Bereichen wird zunehmend die Automatisierung von Prozessen vorangetrieben, und es werden nur noch wenige Fachkräfte benötigt um eben jene Systeme am laufen zu halten. Natürlich stellt sich nun die Frage wie der Mensch in einem solchen Gefüge sein Geld verdient. An erster Stelle steht der massive Umbau des bisherigen Steuersystems.
Frei nach Rifkin bedeutet das, einfach formuliert, dass jeder Bürger über eine Grundversicherung vom Staat versorgt wird. Die Besteuerung des Einkommens fällt grundsätzlich weg, im Gegenzug wird der Konsum der Menschen, und die Besteuerung unserer Ressourcen das System tragen. Arbeit wird zusehends in den Non-Profit Sektor wandern, der von dieser gewaltigen Steuerumschichtung getragen wird. Im Gegensatz zu den Arbeitsplätzen in der Wirtschaft und Industrie die zunehmends geringer werden, prophezeit Rifkin das in sozialen und kulturellen Aufgabengebieten der Bedarf an Arbeit und Engagement steigt und die Menschen dort Beschäftigung finden.
Und das soll im großen Stil klappen? Das klingt sehr utopisch.
Wir brauchen ja gerade Utopien. Generationen von Ökonomen haben sich damit beschäftigt, die Marktwirtschaft zu analysieren und Vorschläge zu machen, wie sie besser funktionieren könnte. Dabei ist der Mensch aus dem Blickpunkt geraten. Es ist doch so: Die Globalisierung hat versagt.
Warum hat sie versagt?
Weil sie zu viel Geld von unten nach oben verteilt hat. Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen, ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können.
Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen.
(Quelle)
Die SPD Bundestagsfraktion stellt sich, Gott sei Dank, nun doch gegen die geplante Änderung des Artikel 35 von Bundesinnenminister Schäuble. Ein gutes Zeichen, wenn auch relativiert werden muss, dass der Fraktion die Änderungen zwar zu weit gehen, aber in einer weit abgeschwächten Form wahrscheinlich doch durchgewunken werden.
Die SPD wird die geplante Änderung des Artikels 35 im Grundgesetz vorerst nicht mitmachen. “Dieser Vorschlag ist eine qualitative Verschiebung der Sicherheitsarchitektur und so nicht akzeptabel”, sagte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy [...]
(Quelle)
Spiegel Online ist so nett und hat eine Bilderstrecke online gestellt die den Bankencrash erklärt, dass auch Laien wie ich das irgendwie kapieren und nachvollziehen können.
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