In dieser Artikelserie versuche ich einmal die politischen Aktivitäten der Parteijugenden, die in Stuttgart aktiv sind, ein wenig zu durchleuchten. Wer ist im Netz voll dabei, wer hat die Trends verschlafen, und wo gibt es Nachholbedarf? Der Ausgangspunkt meiner Recherchen ist jeweils die offizielle Webseite der jeweiligen Organisation. Der zweite Ansatz findet sich in den sozialen Netzen. Facebook, studiVZ/meinVZ, etc.. Interessant wird auch sein, wer sich mit Twitter auseinandergesetzt hat, und wie dieser neue Kommunikationskanal verstanden und benutzt wird. Bewertet wird das Gesamterscheinungsbild, und wie stark sich die Kreisverbände nach außen hin mit den Ortsvereinen, bzw. Arbeitsgemeinschaften, vernetzt haben.
3. Die Grüne Jugend
Wenn man nach der Grünen Jugen Stuttgart sucht wird man ebenfalls sehr schnell fündig. Man gelangt auf eine sehr sauber strukturierte Seite, die Ähnlichkeit zu einem Blog springt sofort ins Auge. Man hat sogar eine kleine Blogroll eingerichtet, der Slogan der Grünen Jugend ist wirksam platziert, und es werden direkt RSS Feeds für die Artikel angeboten. Das erfreut das webaffine Herz natürlich. Auf der Startseite findet man auch gleich ein Gruppenbild von den Personen die sich engagieren, und eine kurze Übersicht der letzten Beiträge. Der erste Eindruck lügt nicht und wie im Footer der Seite zu lesen ist, wird Wordpress verwendet. Sogar in der aktuellen Version 2.7. Einzig die Farbgestaltung lässt ein wenig zu wünschen übrig. Die verwendeten Grüntöne strahlen nicht gerade die Freundlichkeit und Frische aus, die man von einer Grünen Jugend erwarten würde. Ein paar Nuancen heller sähe die Sache wohl ganz anders aus, wird jedoch Interessenten auch nicht wirklich abschrecken.
Inhaltlich bietet die Seite der GJS alles was zu finden sein muss. Eine sehr löbliche Sache, ist die CC-Lizenz die verwendet wird. Inhalte dürfen frei verwendet werden, solange Namen genannt werden und keine kommerzielle Nutzung stattfindet. Im Rahmen der aktuellen Netzschau ist das durchaus ein Novum.
Generell ist die Präsenz bisher die Fortschrittlichste. Und zugleich die aktuellste. Allein aus dem Monat Januar finden sich 4 Artikel. Der letzte ist ein recht umfangreicher Beitrag über die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Dortmund. Auch sonst hat man den Eindruck, dass sich wirklich was tut. Das ist ein gutes Signal, finde ich. Besonders den Bereich “Über uns” möchte ich an dieser Stelle loben. Man findet dort klar strukturiert ziemlich alles, was man als Interessent über die GJ in Stuttgart wissen muss, oder wissen möchte. Die Vorstandsmitglieder werden einzeln mit Bild und einem kleinen Text vorgestellt. Man erfährt etwas über die Entstehung der GJ in Stuttgart und bekommt auch noch eine Frage-Antwort Sektion spendiert.
Ein weiteres Novum unter den bisher betrachteten Parteijugenden: Es wird sogar, ganz offiziell, getwittert! Über Twitter selbst darf man sich streiten. Aber die Tatsache an sich, dass sich damit auseinandergesetzt wurde, und selbst getwittert wird, erscheint mir sympathisch.
Ohne auch nur einen Artikel gelesen zu haben erfährt man schon sehr viel. Zum Beispiel, dass sich die Grüne Jugend Stuttgart als Gastgeber des nächsten Bundeskongresses beworben hat. Es wurde eine eigene Seite dafür eingerichtet, auf der man eine Art Bewerbungsvideo findet. Natürlich auf Youtube:
(Quelle: buko-in-stuttgart.de)
Bilder gibt es natürlich auch. In einer eigenen Galerie finden sich zahlreiche Sets von Aktionen, Fahrten, und sonstigem, was die Grüne Jugend seit 2002(!) veranstaltet hat. Eine einfache Suche auf flickr fördert so einiges zu Tage. Insgesamt 238 Treffer. Auf der ersten Seite finden sich Bilder von der Gründungssitzung aus dem Jahr 2002 und von diversen Aktionen der letzten Jahre. Wenn man ein wenig weiterforscht, findet man nach 2 Klicks sogar eine eigene Gruppe der Grünen Jugend. Im Beschreibungstext heißt es:
Fotos von Aktionen, Treffen, Versammlungen usw. der Grünen Jugend (Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen)
Initiiert von der GJ Stuttgart: www.gj-stuttgart.de
(Quelle: flickr)
Die Bilder die man dort findet wurden hauptsächlich von 2 einzelnen Usern hochgeladen, einen gemeinsamen Account für die GJS scheint es nicht zu geben. Bei der Menge an Material ist das allerdings zu verschmerzen.
Für Videos gilt das jedoch nicht. Die Suche auf Youtube gibt nur das Bewerbungsvideo zum Bundeskongress her. Da ist auf jeden Fall noch Potenzial vorhanden, der erste Schritt allerdings schon getan.
Und in den sozialen Netzen? Bei facebook gab es keine Treffer, obgleich aus anderen Gebieten der Bundesepublik durchaus der Schritt getan wurde. in studiVZ bietet sich ein ähnliches Bild. Einzig die Gruppe der Grünen Jugend BaWü findet man, wenn man “Stuttgart” in der Suchanfrage weglässt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Grüne Jugend in Stuttgart ganz klar der Vorreiter im Netz ist und sich die übrigen Parteijugenden, soweit ich das bisher beurteilen kann, eine ordentliche Scheibe davon abschneiden können. Egal aus welchem Grund, egal an welcher Stelle, man wird immer einen Weg finden mit Stuttgarts jungen Grünen in Kontakt zu setzen. Einzig die Partizipation in gängigen sozialen Netzen lässt noch ein wenig zu wünschen übrig. Sicher wird man auch dort Mitglieder und Aktive finden, es fehlt eigentlich nur die zentrale Sammelstelle.
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Im nächsten Teil: Die Linksjugend ['solid] Stuttgart. Die Artikel dieser Reihe findet man mit dem Tag Netzschau-Stuttgart.
Nur ganz kurz für zwischendurch: Die letzten beiden Artikelüberschriften habe ich eben geringfügig abgeändert. Gestern fand ich “Netzstudie” ja irgendwie passend, ist dann als Name dann aber doch ein wenig zu vermessen. Deshalb lautet der Titel jetzt “Netzschau”. Sieht komisch aus, ist aber so. Tags und Links wurden soweit auch angepasst.
In dieser Artikelserie versuche ich einmal die politischen Aktivitäten der Parteijugenden, die in Stuttgart aktiv sind, ein wenig zu durchleuchten. Wer ist im Netz voll dabei, wer hat die Trends verschlafen, und wo gibt es Nachholbedarf? Der Ausgangspunkt meiner Recherchen ist jeweils die offizielle Webseite der jeweiligen Organisation. Der zweite Ansatz findet sich in den sozialen Netzen. Facebook, studiVZ/meinVZ, etc.. Interessant wird auch sein, wer sich mit Twitter auseinandergesetzt hat, und wie dieser neue Kommunikationskanal verstanden und benutzt wird. Bewertet wird das Gesamterscheinungsbild, und wie stark sich die Kreisverbände nach außen hin mit den Ortsvereinen, bzw. Arbeitsgemeinschaften, vernetzt haben.
2. Die Jungsozialisten
Ausgangspunkt ist auch bei den Jungsozialisten aus Stuttgart eine einfache Googlesuche. Die Webseite der Jusos wird gleich als erster Treffer aufgelistet. Soweit, so gut. Nichts besonderes bis hierher. Die Besucher der Seite werden von einem kräftigem Rot empfangen, und bekommen auf der Eingangsseite eine einfache Newsübersicht. Das Layout selbst hat allerdings seine besten Tage schon hinter sich, und den Grafiken ist anzumerken, dass sich da jemand beim Komprimieren mit MS Paint versucht hat. Die Navigation auf der linken, weiterführende Links zu Aktionen und Arbeitsgemeinschaften vor Ort auf der rechten Seite, mit dem Inhalt in der Mitte. So sahen Webseiten gestern aus.
Aber was tut sich inhaltlich? Wie bereits erwähnt hat man, mehr oder weniger aktuelle, Nachrichten im Überblick. Sehr seltsam auch, dass man bei einem Klick auf den Punkt “News” im linken Menü eine andere Ansicht erhält, als auf der Startseite, und dass so ziemlich alle Beiträge zwischen dem 11.8. und dem 15.12. fehlen. Die Abstände der Nachrichten variiert zwischen einem, und drei Artikeln pro Monat. Hier scheint sich nicht wirklich viel zu tun. An Kommentare ist auch nicht zu denken. Die aktuelle Webseite versinkt im Mittelmaß und ist, ähnlich der Internetpräsenz der JU Stuttgart, in keiner Weise zeitgemäß. Es braucht heute niemand mehr ein Gästebuch, Chats in Webseiten kann man mittlerweile besser und barrierefreier gestalten. Der Sprung in die moderne Internetwelt wurde, bis dato, verpasst.
Aber es finden sich auch positiv Aspekte. In der rechten Spalte findet man, wie erwähnt, ganz oben direkte Links zu den Seiten der Arbeitsgemeinschaften vor Ort und falls keine Vorhanden eine E-Mailadresse zur Kontaktaufnahme. Und wo sich Stuttgarts Jungsozialisten inhaltlich wiederfinden, deuten die Banner an und lässt sich ebenfalls nachlesen. Auch die Eigendarstellung, samt Informationen über den Kreisvorstand, lassen sich einfach finden. Jedes Vorstandsmitglied ist mit Namen, Bild, Funktion, und Kontaktdaten angegeben.
Die Webseite hinterlässt einen faden Beigeschmack. Eigentlich ist ja alles drin, was Interessierte finden müssen, man hat aber den Eindruck, dass sich nicht wirklich viel tut.
In den sozialen Netzen allerdings, sind die Jusos aus Stuttgart sehr wohl vertreten. In facebook findet sich eine eigene Gruppe, in der auch einige aktuelle Termine vermerkt sind. Ein ähnliches Bild bietet die Suche im studiVZ, bzw. meinVZ. Es gibt eine offizielle Gruppe “Jusos Region Stuttgart”, und einige kleinere nicht-offizielle Gruppen. Aktivität, bzw. Diskussionen findet man aber auch hier nur sehr wenige. Durch meine politische Nähe zu den Jusos will ich eigentlich auch garnicht mehr viel dazu sagen. Dass an einigen Stellen gearbeitet wird, weiß ich. Und, dass zum Wahlkampf auch online was passieren wird ist darf an dieser Stelle auch verraten werden.
Ebenso wie bei der JU Stuttgart ist auch bei den Jusos noch einiges zu tun, um dem Auftreten im Internet, als Kreisverband der Landeshauptstadt Stuttgart, auch nur annähernd gerecht zu werden. Die Entwicklung im Internet wurde hier anscheinend genauso verschlafen und nicht ernst genug genommen. Oder nicht richtig verstanden. Immerhin ist der ehemalige Sprecher des Kreisvorstandes, Igor Gilitschenski, seit kurzem auch in Twitter aktiv.
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Im nächsten Teil: Die Grüne Jugend Stuttgart. Die Artikel dieser Reihe findet man mit dem Tag Netzschau-Stuttgart.
In dieser Artikelserie versuche ich einmal die politischen Aktivitäten der Parteijugenden, die in Stuttgart aktiv sind, ein wenig zu durchleuchten. Wer ist im Netz voll dabei, wer hat die Trends verschlafen, und wo gibt es Nachholbedarf? Der Ausgangspunkt meiner Recherchen ist jeweils die offizielle Webseite der jeweiligen Organisation. Der zweite Ansatz findet sich in den sozialen Netzen. Facebook, studiVZ/meinVZ, etc.. Interessant wird auch sein, wer sich mit Twitter auseinandergesetzt hat, und wie dieser neue Kommunikationskanal verstanden und benutzt wird. Bewertet wird das Gesamterscheinungsbild, und wie stark sich die Kreisverbände nach außen hin mit den Ortsvereinen, bzw. Arbeitsgemeinschaften, vernetzt haben.
1. Junge Union
Nach einer kurzen Googlesuche landet man mit dem ersten Treffer schon auf der Seite des Kreisverbandes der JU, under ju-stuttgart.de. Nach dem Flash Intro, ich wusste garnicht, dass sowas noch “in” ist, gelangt man auf die Startseite. Tja, was findet man dort? Als erstes sticht das Foto des im Juli 2008 gewählten Vorstandes ins Auge. Darunter finden sich aktuelle Ankündigungen zu den nächsten Treffen, bzw. Veranstaltungen. Noch weiter unten finden sich Schlagzeilen zu Pressemitteilungen, die man sich dann als PDF herunterladen kann. Von welchem Datum die aktuellste Pressemitteilung auf der Startseite ist, kann man nur am Dateinamen erraten. Anscheinend vom 18.12. Meine Hand ins Feuer legen würde ich dafür allerdings nicht. In der Presse-Rubrik sind die Daten immerhin angegeben, dort ist jedoch die aktuellste aus dem Oktober des vergangenen Jahres.
Es sieht alles sehr bemüht aus bei der JU, kann aber nicht überzeugen. Die Auswahl der Farben mochte vor 7-8 Jahren ja noch modern und schick sein, aber heute reicht das bei weitem nicht mehr. Die Schrift ist zu klein, und macht sich schon an der Bedienbarkeit des Menüs bemerkbar. Ein sehr farbloser erster Eindruck. Die Inhalte selbst sind ebenfalls nicht richtig positioniert, die klare Linie fehlt. Zudem ist es quasi unmöglich mit einem einzigen Klick die Startseite wieder aufzurufen. Wenn man sich einmal hineingeklickt hat, kann man sich nur noch innerhalb der Untermenüs bewegen.
Auf der Suche nach den Inhalten und Standpunkten der JU muss man sich im Netz alles selbst zusammenklauben. Nur über Google bin ich auf die Aktionsseite “24h Stuttgart” der JU gestoßen. Von wann die Seite allerdings ist, und wie aktuell die Forderungen sind, ist nirgends ersichtlich. An Mitmachen ist ebenfalls nicht zu denken. Die Kommunikation der offiziellen Webseiten, auch der Auftritte der Ortsvereine, beschränken sich auf einfache HTML Kontaktformulare. Ende der Neunziger war das noch en Vogue, heute allerdings auf kommunikativer Ebene ein Witz.
Wie sehr die einzelnen Ortsvereine mit ihrem Kreisverband vernetzt sind, lässt sich nur erahnen. Auf der Seite der JU gibt es zwar eine eigene Rubrik, in der die Ortsverbände eine eigene kleine Seite mit kurzen, knappen Infos spendiert bekommen haben. Die meisten haben auch eine eigene Webseite parat, der Link dazu ist allerdings so unscheinbar platziert, dass nicht sofort ins Auge fällt, dass es ein Link ist. Keine Hervorhebung, keine Unterstreichung, einzig und allein der Mauszeiger ändert sich wenn man darüber fährt. Und selbst das habe ich nur per Zufall entdeckt. Gute Werbung für die eigenen Ortsvereine sieht definitiv anders aus.
Schauen wir einmal auf die Partizipation in sozialen Netzen.
Facebook: Eine Suchanfrage nach “Junge Union Stuttgart” führt zu keinerlei Ergebnis. Keine Unterstützerseiten, keine Gruppen. Auch die Anfrage nach Aktivitäten der Mutterpartei in Facebook führen zu keinem Ergebnis. Es werden nur jeweils einzelne Personen gefunden die mit der JU oder der CDU und Stuttgart in Verbindung gebracht werden könnten. Einen offiziellen Auftritt des Stuttgarter Verbandes sucht man hier vergebens.
studiVZ/meinVZ: Hier wurde die gleiche Suchanfrage verwendet, und siehe da: Es existiert immerhin eine Gruppe für die JU’ler in Stuttgart. Positiv anzumerken ist, dass man die Gruppe sofort findet, und der Name wirklich dem entspricht was es ist, und wonach der Großteil der Interessenten suchen würde. Das wird anderswo oft nicht beachtet. Aber auch hier findet sich was zu meckern: Die Beschreibung ist ein wenig notdürftig, und für Interessierte, potenzielle Neumitglieder schlicht und einfach nichtssagend:
Für alle Ju’ler & Anhänger der CDU in Stuttgart:-)
Die Suche bei Wer-kenn-Wen erspare ich ich mir an dieser Stelle, da ich a) keinen Account habe und b) die Rolle dieses Netzwerkes in Städten eine ziemlich geringe Rolle spielt.
Einen Youtube Channel sucht man ebenfalls vergebens. Einzig bei flickr wird man fündig. Dort findet man einige Fotos aus dem Jahr 2005, vom Stammtisch des RPJ (Ring politischer Jugend), im Account von Henning Schürig, der bei den Grünen aktiv ist. Schelm, wer böses denkt!
Als Fazit lässt sich sagen, dass die Stuttgarter JU noch in der Internetsteinzeit feststeckt. Die Kommunikation mit Interessenten findet nur sehr schüchtern über studiVZ/meinVZ statt, sehr wenig Dialog, keine Blogs, keine Partizipation am Web2.0 im Allgemeinen. Angesichts der kommenden Kommunalwahl besteht hier dringender Handlungsbedarf. Auf Ebene der Ortsvereine sieht es allerdings nicht viel besser aus. Es gibt bessere, aber auch schlechtere Webseiten, die ich Rahmen der Recherche gefunden habe. Vom sozialen Web scheint aber auch dort noch niemand was gehört zu haben. Ob sich diesbezüglich noch etwas ändert, bleibt abzuwarten.
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Im nächsten Teil: Die Jusos Stuttgart. Die Artikel dieser Reihe findet man mit dem Tag Netzschau-Stuttgart.
Seit kurzem bloggt Ute Vogt, die Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg, im SPD Blog BaWü. Schön zu sehen, dass sich da was tut! Ich bin gespannt darauf, was noch kommt, und wie sich die Geschichte denn so entwickelt.
Ute, herzlich Willkommen in der Blogosphäre!
Ab sofort findet man auf diesem Blog ein neues Banner in der Seitenleiste. Es geht um hartplatzhelden.de. Das ist ein Videoportal für Fußballfilmchen, die jedermann ins Netz laden kann. Das tolle daran ist, dass diese Videos aus den unteren Ligen stammen. Oberliga, Kreisliga, und was dann sonst noch weiter unten auf lokaler Ebene eine Rolle spielt. An sich ist das eine tolle Sache. Nun gibt es allerdings einige Landesverbände, wie den Württembergischen Fussballverband (WFV), die das garnicht so mögen und die Veröffentlichung, der zumeist selbst gedrehten, Videoaufnahmen im Internet unterbinden will. Das geht natürlich komplett an der Sache vorbei.
Deshalb haben hartplatzhelden.de einen Solidaritätsaufruf gestartet. Der läuft zwar jetzt schon seit April letzten Jahres, macht die Problematik aber nicht minder prekär. Es geht um das Prinzip. Wem gehört der Fußball in den unteren Ligen? Es sind doch vor allem die Kids, die Spieler, und die Vereine die hier den Fussball leben, und nicht die Funktionäre.
Am 18. Dezember wurde die Klage vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt, nachdem man zunächst in Berufung gegangen ist. Das Urteil des Landesgericht wurde nicht bestätigt. Momentan wird ein Vergleich zwischen hartplatzhelden.de und dem WFV angestrebt. Was nun letztendlich dabei herauskommt, ist natürlich noch nicht beschlossen. Auf einer extra eingerichteten Seite kann man den Verlauf der Auseinandersetzung verfolgen, und sich weitere Informationen und Berichte holen.
“Und jetzt schau uns heute mal an. Jetzt sind wir auch eine Schuppe dieses großen Drachens.”
Arbeitskollege, sinnierend über die letzten paar Jahre während der Mittagspause
Am Donnerstag, dem 29.1.2009 findet im Hegelsaal in Stuttgart der Neujahrsempfang der SPD Baden-Württemberg statt. Als Gast wird Frank-Walter Steinmeier vor Ort sein. Die Veranstaltung ist natürlich auch in Facebook zugänglich. Um eine vorherige Onlineanmeldung wird allerdings gebeten.
Als Programm ist für den Abend folgendes vorgesehen:
18:00 Uhr
Musikalische Einstimmung18:30 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Jörg Tauss MdB,
SPD- GeneralsekretärReden
Ute Vogt MdL,
SPD- LandesvorsitzendeDr. Frank- Walter Steinmeier,
Kanzlerkandidat der SPD und Bundesaußenministerca. 20:00 Uhr
Musikalischer AbschlussAnschließend Stehempfang im Foyer
Okay, zwischendurch was komplett anderes. In diesem Video wird die Geschichte von Star Wars von einer Frau nacherzählt, die die Filme noch nie gesehen hat. Das ganze ist dann noch mit ziemlich lustigen Bildchen und Kommentaren versehen und macht ziemlich Spass.
Star Wars: Retold (by someone who hasn’t seen it) from Joe Nicolosi on Vimeo.
via Lummaland
Die erste Prognose, und auch die letzte Hochrechnung, haben deutlich gemacht, dass die FDP an diesem Wahlabend in Hessen der klare Sieger der Wahl ist. Mit gut 16% der Stimmen wird es also wieder für eine Koalition mit der Union reichen, und somit Roland Koch weitere 5 Jahre als Ministerpräsidenten bescheren. Traurig genug. Die Grünen konnten ebenfalls ordentlich zulegen, müssen sich aber mit dem großen Verlierer dieser Landtagswahl, der SPD, mit der Opposition abfinden. Unter ferner liefen sind die Linken, die es knapp über die 5%-Hürde geschafft haben.
Das ist in der Tat ein sehr trauriges Ergebnis für die Sozialdemokratie, daran soll auch nichts beschönigt werden. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Ergebnis unter anderen Voraussetzungen hätte anders ausfallen können. Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Prognose hat Andrea Ypsilanti ihren Rücktritt erklärt, und gleichzeitig Thorsten Schäfer-Gümbel als neuen Landes-, und Fraktionsvorsitzenden vorgeschlagen. Eine Entscheidung die überfällig war. Das sage ich nun nicht, um meinen Genossen in Hessen in den Rücken zu fallen. Meiner Meinung nach, hätte man nach den Querelen um die geplante rot-grüne Koalition, früher ein Zeichen setzen müssen. Auch die Nominierung von TSG war der richtige Schritt, aber nicht radikal genug, und wurde eben vom Wähler nicht mit dem entsprechenden Votum honoriert.
Aber ich entnehme der Wahl heute Abend auch etwas positives. Thorsten Schäfer-Gümbel, und natürlich auch die anderen Parteien in Ansätzen, hat es in der kurzen Zeit geschafft Wahlkampf Internet-tauglich zu machen. Das nun als Revolution zu bezeichnen halte ich für überzogen, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, und wenn das was für Hessen passiert ist, auf die Bundesrepublik übertragen, und weiter verbessert wird, dann bin ich mehr als zuversichtlich, dass sich die deutschen Parteien im Allgemeinen immer mehr auf eine auf Dialog orientierte Strategie setzen. Das ist nicht nur gut so, sondern auch unabkömmlich, und eine nie da gewesene Chance für die Demokratie in der Bundesrepublik.
Weitere Meinungen:
Hessen hat gewählt – Filterblog
Hessen: wenig Vertrauen in SPD und CDU – Lummaland
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