Diesen mehr als interessanten Vortrag muss ich jetzt einfach als must-see deklarieren. Der Psycholpge Jonathan Haidt referiert darüber weshalb es in unserer Gesellschaft freiheitlich oder linksorientierte Menschen gibt, und weshalb andere Menschen eher konservativen Idealen anhängen. René hat das auf nerdcore.de sehr schön aufgedröselt, und vergleicht Haidts These mit Ying und Yang. Ohne Linke keine Rechte, und ohne Rechte keine Linken.
Der Vortrag macht die Situation sicherlich verständlicher, wieso, weshalb, und warum. Es will mir dennoch nicht in den Kopf was mit einem passieren muss, um sein Kreuz bei diesen C-Parteien zu setzen.
Hier der aktuelle Trailer zum deutschen Blockbuster des Jahres. Aber darf man das überhaupt als Blockbuster bezeichnen? Mit einer Bruckheimer, oder Emmerich Produktion ist das natürlich in keinster Weise zu vergleichen. Und doch wird der Film als der deutsche Beitrag für die nächste Oscarverleihung gehandelt. Noch ist natürlich nichts entschieden, wäre jedoch sehr zu begrüßen. Noch erlaube ich mir kein Urteil über den Film. Anhand der Trailer behaupte ich einfach mal, das wird toll, das muss im Kino gesehen werden! Zumindest René von den Fünf Filmfreunden, dessen cineastische Urteile meist fundiert sind, ist begeistert.
Beckstein hatte sich laut Münchner “Abendzeitung” bei einer Bierzeltrede in Erding gegen eine Senkung der Promillegrenze für Autofahrer ausgesprochen: “Es ist nicht das Problem, wenn einer eine Maß trinkt, oder wenn er ein paar Stunden da ist, auch zwei”, zitierte ihn das Blatt.
(via)
Ich steige bewusst mit diesem Zitat, des amtierenden bayerischen Ministerpräsidenten ein, um mich gleich darüber aufzuregen. Ein Armutszeugnis ist das, was sich der Herr Beckstein da erlaubt hat. Ich weiß selbst, aus eigener Erfahrung, dass man in Bayern die Welt anders sieht. Es ist gemütlicher, gelassener. “Mia san mia!”, wie es so schön heißt. Aber so macht man keine Politik. Das sind keine Inhalte, das sind schlechte Tricks eines Bauernfängers.
Markus von Netzpolitik schreibt: „Wir haben ein Interview mit dem schwedischen Konservativen Christ bestimmtofer Fjellner, der in 3 Minuten erklärt, warum Filter- und Zensurtechnologien eine schlechte Idee sind und dass man jetzt handeln sollte.“
Wir brauchen Aufmerksamkeit und Hilfe bei unseren Lobby-Bemühungen für Netzneutralität und gegen mehr Überwachung und den Einstieg in Filtertechnologien auf EU-Ebene. Die Diskussionen rund um das Telekom-Paket auf EU-Ebene stehen kurz vor der Abstimmung zur ersten Lesung, die kommenden Dienstag stattfinden wird bestimmt. Die heiße Phase hat damit begonnen. Liberale, Sozialdemokraten und Konservative haben leider einen Kompromiss geschlossen, der Verbraucher- und Bürgerrechte in Europa gefährdet und den Einstieg in Filter- und Zensurtechnologien bringt.
http://netzpolitik.org/2008/jetzt-handeln-buergerrechte-beim-telekom-paket-staerken/
Leider ist bestimmt das Verfahren im Europaparlament relativ intransparent, weil man das schnell durchziehen möchte wegen der bevorstehenden Europawahlen (und man noch eine ungefähr zweite Abstimmung braucht). Am Dienstag soll abgestimmt werden und wohl erst am Montag stehen die ganzen Änderungsanträge online. Erst am Montag können wir Wahlempfehlungen rausgeben, mit denen man sich gezielt an seine Europaabgeordneten wenden
kann. denn es ist ganz klar, dass ein Kompromiss zwischen Fraktionen bedeutet im Europaparlament nicht nur, dass in Folge eines Fraktionszwanges alle mitstimmen (wie im Bundestag). Insofern wird bestimmt es am Montag eine schnelle Mobilisierung geben mit der Hoffnung, dass sich viele Europäer in einer kurzfrist bestimmtigen Aktion mit Wahlempfehlungen an das Parlament wenden.Aber bis dahin brauchen wir schon mal Vorlauf und Aufmerksamkeit auf die Debatte, die leider fernab jeglichen medialen Interesses läuft und von den Rechteinhabern gehackt wurde.
Darum geht vor allem in unserer Kritik:
* Copyright(bekämpfung) / Inhalte gehören nicht nur ins Telekom-Paket, wo es um Telekommunikation geht
* Copyrightbekämpfung im Telekom-Paket bedeutet den Einstieg in Filter- und Zensurmassnahmen in Europa und damit einen Eingriff in unsere Privatsphäre
* Netzneutralität muss in Europa gesichert werden, im aktuellen Kompromiss ist bestimmt diese gefährdet.
* Das Telekom-Paket sollte Verbraucherrechte in Europa stärken, durch die Copyright-Ergänzungen werden diese aber abgebaut.Act now.
(via)
Die Jusos Stuttgart haben sich gestern zur Mitgliederversammlung zusammengefunden, und ich durfte das erste Mal daran teilnehmen. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich bei allen bedanken, die mich so herzlich empfangen haben. Es war definitiv der richtige Schritt meine Parteimitgliedschaft zu beantragen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, neben mir waren noch einige andere Neue dabei, kam man auch recht schnell zum Hauptthema des Abends: Die anstehende Bundestagswahl. Es wurde teils sehr kontrovers diskutiert, vor allem zum Thema Linkspartei. Es war schon fast erstaunlich wie viele Stimmen für eine Öffnung nach links laut wurden. Allerdings auch sehr differenziert, weil die Lage im Westen der Republik eine andere ist, als im Osten. Hier ist die Situation so, dass es sehr viele ehemalige Sozialdemokraten, und auch sehr viele Gewerkschaftler, gibt, die zur Linken gewechselt sind. Nicht nur mit dem Kreuz auf dem Wahlzettel, sondern auch mit dem Parteibuch. Als Aussage hat sich für mich herauskristallisiert, dass man mit diesen ehemaligen Sozialdemokraten sehr wohl zusammenarbeiten kann. Warum auch nicht? Allerdings, und das ist nun meine Meinung, kann das auf Bundesebene noch nicht funktionieren. Was in den Ländern passiert ist Sache der Landespartei. In Berlin funktioniert es, in Hessen wohl demnächst “irgendwie” auch.
Sehr interessant fand ich die Aussage von Rebekka, man müsse sich nicht sofort wieder in die Mitte der Gesellschaft orientieren. Sondern zunächst die Frage beantworten wo denn die Mitte eigentlich ist? Ja, es gab einen Linksruck in der Gesellschaft, ganz eindeutig. Und aufgrund dieser Tatsache ist die Mitte ebenfalls nach Links gerückt. Daran sollte sich orientiert werden, und nicht mit der gleichen Programmatik wie 1998, 2002, und 2005, die nur auf die Mitte zielt. Eine Mitte, die es heute nicht mehr gibt.
An die Diskussion anschließend, wurde noch das Projekt “Get it together” vorgestellt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die ganzen Details wieder vergessen habe. Man möge es mir nachsehen. Das Projekt wird auf jeden Fall von den Jusos Stuttgart unterstützt, es geht um das Thema “Musik statt Gewalt”, ist eine tolle Sache, und findet nächstes Wochenende im Jugendhaus Hallschlag statt. Hier findet man noch mehr Infos dazu.
Und dann war auch schon Schluss. Ging schneller als gedacht, und es hat mir verdammt viel Spass gemacht. Ich bin gespannt auf das was noch kommt. Und vor allem auf die nächste Bundestagswahl. Mit der Truppe in Stuttgart kann man, denke ich, einiges auf die Beine stellen. ich bin dabei. Let’s get it on!
In der Weblog Kolumne der Netzeitung entdeckt:
Kein Freund der FDP scheint auch Wasserstandsmeldung – Das Nordlicht-Blog zu sein: «Dirk Niebel, FDP-Generalsekretär, erklärte heute im Deutschlandfunk, daß er nicht davon ausgehe, daß seine Partei bei der nächsten Bundestagswahl die absolute Mehrheit erreicht. Weiter erklärte Niebel: Konjunktur sei gut, Rezession sei schlecht, nach Regen sei die Straße naß, die Steuern müßten gesenkt werden, und abends hätte man mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen.»
Herrlich!
Woche Nummer 1 nach Kurt Beck. Ein paar Tage Schonfrist hat es gegeben, aber spätestens seit heute ist klar: der Wahlkampf hat begonnen! Letzte Woche wurde klar, daß die beiden Altkanzler der SPD, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder, für 2009 in den Wahlkampf ziehen. Mit Frank-Walter Steinmeier hat man auf jeden Fall einen Spitzenkandidaten der mindestens auf Augenhöhe mit der, hoffentlich nicht mehr lange, amtierenden Angel Merkel.
Und seit heute, ja spätestens heute, befindet sich die älteste deutsche Partei im Wahlkampf. Und so wie es aussieht mit allem und jedem. Die Bild am Sonntag hat ein Interview mit Helmut Schmidt geführt, in dessen Zuge Schmidt Lafontaine mit “Adolf Nazi” vergleicht, und auch noch einen Bezug zum demokratischen Präsidentschaftsbewerber Barack Obama herstellt. Die Online Ausgabe des Spiegel zitiert, und schreibt folgendes:
“Wir sehen jetzt in Amerika, wie ein junger Mann, Barack Obama, allein mit Charisma zu einer nationalen Figur wird. Dabei darf man nicht vergessen, dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht”, so Schmidt und begeht sodann einen Tabubruch: Auch “Adolf Nazi” sei ein charismatischer Redner gewesen. “Oskar Lafontaine ist es auch”.
(Quelle)
Wenn es einen deutschen Politiker gibt dem ich wirklich, und das meine ich auch so, verliebt an den Lippen hänge, dann ist das Helmut Schmidt. Der Vergleich selbst mag gefährlich, nicht massenkompatibel, und alles andere als medientauglich sein, erfährt aber seine Berechtigung durch eine einzige Sache. Es ist Wahlkampf, und es gilt die große Koalition mit der CDU durch eine starke Rote Regierung, in Koalition mit wem auch immer, abzulösen!
Mittlerweile kann man auch schon die ersten Stellungnahmen der Linkspartei im Netz finden. Ich nenne es aber lieber “Hühnergegacker”.
Die FDP öffnet sich so langsam in Richtung SPD. Man ist also doch nicht nur ein Wurmfortsatz der CDU/CSU? Interessant, Herr Westerwelle.
Nie wieder mit der SPD – oder doch? FDP-Chef Guido Westerwelle kann sich nach der Bundestagswahl im September 2009 offensichtlich doch eine Koalition mit der SPD auf Bundesebene vorstellen. Bislang hatte es sich ausschließlich für ein Bündnis mit der Union stark gemacht – trotz Befürworter einer sozial-liberalen Koalition in Teilen der FDP.
(Quelle)
Auch wenn sich das noch entwickeln muss, das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und zwar von beiden Seiten. Müssten nur noch die Grünen mitmachen.
Diesen Wahlwerbespot der Grünen habe ich vor kurzem beim Christian entdeckt. So macht man Wahlkampf! (via)
“Was soll eigentlich dieses Twitter?”, habe ich mich schon vor ein paar Jahren gefragt, als der Dienst noch relativ neu war, und man das erste Mal davon gehört hat. Wurde dann meinerseits abgehakt. Ich war nicht unbedingt der Meinung, dass ich da auch noch mitmachen soll. Vor ein paar Wochen hab ich mich dann trotzdem angemeldet. Warum? Erklär ich gerne:
Zunächst für die Leser, die nicht wissen was Twitter eigentlich ist, eine kurze Erklärung. Twitter ist ein Dienst, mit dem man Kurznachrichten online stellen kann. Die Nachrichten erlauben eine Gesamtlänge von 140 Zeichen. Man kann anderen Nutzern folgen, und die Nutzer können die selbst eingestellten Nachrichten abonnieren. Quasi ein Mini-Blog mit integriertem Feedreader. Natürlich ist die Dichte an sinnbefreitem Alltagsgefasel sehr hoch, aber es gibt immer wieder interessante, und auch lustige Sachen zu entdecken. Zudem hat man die Möglichkeit den Dienst auch abseits des Browsers zu nutzen. Ob per Internet im Handy, Plugin im Instant Messenger, oder einfach per SMS. Die Fülle an Tools ist nahezu unerschöpflich.
Und eben eine dieser tollen Sachen, die man entdecken kann, waren die Tweets, so nennen sich die Kurznachrichten, von Hubertus Heil. Der Generalsekretär der SPD war auf dem Parteitag der Demokraten in Denver zu Gast, und hat per Twitter an seinen Erlebnissen teilhaben lassen. Und das wirklich tolle daran: Er hat selbst geschrieben, und auch selbst geantwortet wenn man eine Frage gestellt hat. Noch gibt es nicht viele Politiker, die sich an diesen neuen Trend hängen. Aber vor allem in Hinblick auf die anstehenden Wahlkampf nächstes Jahr hat sich durch Twitter ein neuer, innovativer, Kommunikationsweg eröffnet, den es zu nutzen gilt.
Das wirklich wichtige, in meinen Augen, ist jedoch, dass die Politik die neuen Medien auch selbst aktiv nutzt. Noch ist es nicht alltäglich, dass Politiker in sozialen Netzwerken wie meinVZ, oder MySpace auffindbar sind. Zumindest in Deutschland. Amerika ist auch hier wieder Vorreiter, und zeigt wo es im Internet langgeht. Auf Dauer, und zum ersten Mal nächstes Jahr, werden die Parteien um einen aktiven Wahlkampf im Internet nicht herumkommen. Eine gute Internetseite gehört ja mittlerweile zum guten Ton. Aber um wirklich viele Menschen erreichen zu können braucht es mehr. Dann gehört da eben der Twitteraccount vom Spitzenkandidat, und der Youtube Channel dazu.
Im übrigen: Wie man es falsch machen kann beweist die FDP gerade in Bayern. Misslungene Werbeplakate, und der falsche Slogan. So schafft man die 4,95% natürlich mit Gewalt.
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